Bienensauna

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
Forumsregeln
Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Re: Bienensauna

Beitragvon Plonsi » 18. Februar 2016, 17:14

bob hat geschrieben:
Plonsi hat geschrieben:Aber jetzt kommt der Hammer!!! Schaut euch mal die Rentabilitätsrechnung auf der Homepage an. Das finde ich unverschämt, da wird tatsächlich gerechnet, dass man mit säure 10% Verluste der Völker durch Säurebehandlung hat und bei der Sauna 5% bei 350€ pro Volk sind das 17,5€ pro Volk was die Säure mehr kostet. Dann wird noch gerechnet, dass die Leistung eines Volkes um 20% (!!!) steigt, also 250€ pro Volk mehrertrag durch die Sauna (ein Volk macht 1000€ Ertrag pro Jahr???? Wer das ohne Bienensauna im größeren Maßstab schafft ist nen Held).


Ich möchte die Rentabilitätsrechnung nicht verteidigen, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob du bemerkt hast, dass diese über einen Zeitraum von 5 Jahren gerechnet ist.

Am Beispiel Zusätzliche Einnahmen:
Er sagt, dass 1 Volk im Jahr 250 € Ertrag bringt (ohne Behandlung), das wären z.B. 50 kg Honig x 5,-€ =250. naja ziemlich hoch angesetzt.
Seis drum . Dann sagt er: je 20% Ertragssteigerung = 250 € * 0,20 * 6 Völker * 5 Jahre = 1.500 € Einsparung durch Ertragssteigerung


Danke bob, hast recht ist mit mir durch gegangen da habe ich nicht so weit gedacht. Aber ich gleich diesen schnitzer damit aus, dass bei der reinen arbeitszeit (für beide Methoden gleich) 40€ pro Stunde angesetzt werden und bei der Leerzeit (betrifft nur Sauna) 20€ die Stunde. Sowas ist wirklich für ein Unternehmen unter aller S** und noch schlimmer.
Ich komm über diese bewussten Täuschungsversuche auf der Homepage nicht weg. Egal wie gut oder Schlecht das Produkt ist, die eigene öffentliche Darstellung genügt mir das ich da NULL vertrauen und viel Misstrauen in diesen Sa... ups Verein habe :no:
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Re: Bienensauna

Beitragvon bob » 18. Februar 2016, 17:54

Plonsi hat geschrieben:..... Aber ich gleich diesen schnitzer damit aus, dass bei der reinen arbeitszeit (für beide Methoden gleich) 40€ pro Stunde angesetzt werden und bei der Leerzeit (betrifft nur Sauna) 20€ die Stunde. Sowas ist wirklich für ein Unternehmen unter aller S** und noch schlimmer.
Ich komm über diese bewussten Täuschungsversuche auf der Homepage nicht weg. Egal wie gut oder Schlecht das Produkt ist, die eigene öffentliche Darstellung genügt mir das ich da NULL vertrauen und viel Misstrauen in diesen Sa... ups Verein habe :no:


Hallo Plonsi,
diese ganze Rentabilitätsrechnung basiert auf Annahmen / Parametern, die meines Erachtens für einen Hobbyimker völlig realitätsfern sind.
Arbeitszeiten und Wartezeiten sind für uns nicht in dem Maße relevant, wie es in dem Rechenmodell dargestellt ist.
Leider erreichen die Auftraggeber bei unkritischen Betrachtern, die nur das Ergebnis ansehen, ihr Ziel und die Leute kaufen das überteuerte Produkt.
Das ist Marketing.Wie gut das Produkt tatsächlich ist, ist noch gar nicht bewiesen.
Ich wundere mich sehr, dass wohl bereits 250 Saunen verkauft wurden.

Für mich ist klar, wie ich vorgehe. Ich beobachte die Entwicklung und warte ab. (8;)
Gruß bob
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Re: Bienensauna

Beitragvon hobbee » 18. Februar 2016, 20:47

Herzlichen Dank für die sensationelle Rentabilitätsrechnung.
Muhahahahahahaha, ich lach mich schlapp.
Ein Volk kostet also 350 € (inkl. Arbeitslohn)!
Nur der Fall 6 Völker:

Ja, Herrgott dann macht der gemeine Imker doch am besten so, dass er sich die Bienensauna (er)spare und für 120 € (oder sagen wir 150 €)das gestorbene Völkchen im Frühjahr nachkaufe, dann ist der Gewinn am höchsten. Er spart sich 1.770 € Anschaffungskosten für den 'Bumbelumpeskram' und mache auch noch zusätzlich 200 € Gewinn (350-150). Wenn die Sauna ungefähr so funktioniert wie die Rechnung..... na dann gute Nacht.

Korrekt ist: Anschaffungskosten dürfen NUR zu Marktpreisen kalkuliert werden, aber da hier Voodoo am Werke ist, darf man das nicht so genau sehen.
Und dann sollen diese Einsteins mal erklären, warum Völker von offenbar Verrückten im Frühjahr für 100 € angeboten werden, wo doch die Kosten bei 350 € liegen.

Die Annahme, der Honigertrag stiege, ist ohnehin vollkommen, aber vollkommen irre.......

HALT-STOP- Ich sehe gerade, das war ja bitter notwendig, denn so (wie durch ein Wunder höherer Mathematik) entsprechen die höheren Honigerträge exakt den Anschaffungskosten der Bienensauna.
Setzen wir nun für die "Leerzeit" die notwendigerweise gleichen Lohnkosten wie für die Arbeitszeit (40 €) an, dann wird es noch sehr, sehr, sehr viel dunkler für die Sauna: nochmal -1.200 € zuungunsten der Bienensauna ( 6 Völker).

"Die ham wohl nen nassen Hut uff", würd man bei uns sagen.
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Re: Bienensauna

Beitragvon Plonsi » 19. Februar 2016, 11:13

hobbee hat geschrieben:Herzlichen Dank für die sensationelle Rentabilitätsrechnung.
Muhahahahahahaha, ich lach mich schlapp.
Ein Volk kostet also 350 € (inkl. Arbeitslohn)!
Nur der Fall 6 Völker:

Ja, Herrgott dann macht der gemeine Imker doch am besten so, dass er sich die Bienensauna (er)spare und für 120 € (oder sagen wir 150 €)das gestorbene Völkchen im Frühjahr nachkaufe, dann ist der Gewinn am höchsten. Er spart sich 1.770 € Anschaffungskosten für den 'Bumbelumpeskram' und mache auch noch zusätzlich 200 € Gewinn (350-150). Wenn die Sauna ungefähr so funktioniert wie die Rechnung..... na dann gute Nacht.

Korrekt ist: Anschaffungskosten dürfen NUR zu Marktpreisen kalkuliert werden, aber da hier Voodoo am Werke ist, darf man das nicht so genau sehen.
Und dann sollen diese Einsteins mal erklären, warum Völker von offenbar Verrückten im Frühjahr für 100 € angeboten werden, wo doch die Kosten bei 350 € liegen.

Die Annahme, der Honigertrag stiege, ist ohnehin vollkommen, aber vollkommen irre.......

HALT-STOP- Ich sehe gerade, das war ja bitter notwendig, denn so (wie durch ein Wunder höherer Mathematik) entsprechen die höheren Honigerträge exakt den Anschaffungskosten der Bienensauna.
Setzen wir nun für die "Leerzeit" die notwendigerweise gleichen Lohnkosten wie für die Arbeitszeit (40 €) an, dann wird es noch sehr, sehr, sehr viel dunkler für die Sauna: nochmal -1.200 € zuungunsten der Bienensauna ( 6 Völker).

"Die ham wohl nen nassen Hut uff", würd man bei uns sagen.


Aber ganz meine Meinung. Sowas ist echt unlautere Werbung und eines echten Unternehmers sehr , sehr, unwürdig... aber wie bob schon gesagt hat, anscheinen richtet sich das Marketing nicht an Imker die auch nur einen Schimmer von Kosten und Bienen haben, sondern an Ahnungslose Nichtimker die durch die Medien das gefühl haben die Bienen sind vom aussterben bedroht und man könne durch dieses ach son neue (moment wieso sagen sie die Methode sei neu erfungen :o ) mit einer Spende oder Halsabschneider-Hochrisiko-Anlage die Welt retten. Aber man muss sagen das Geld einsammeln funktioniert schon mal hervorragend. Wie so oft ist das Produkt und dessen Qualität vollkommen Nebensache. Es gilt die alte Regel, die Verbraucher sind so weit weg von der Produktion ihrer Nahrungsmittel und dessen Erzeugung, dass nur über die Aufmachung gekauft wird. Welcher Konsument kann denn ansatzweise sagen welche Behauptung einer Marketingstrategie realistisch und welche frei erfunden ist...
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Re: Bienensauna

Beitragvon hobbee » 19. Februar 2016, 19:14

Kennt denn jemand jemanden, der sich so ein Dingeskirchen gekauft hat?
Um es klar zu sagen, diese Rentabilitätsrechnung grenzt an Betrug.
Und auf der homepage steht was von einem wissenschaftlichen Feldversuch.
Weiß jemand, welches Bieneninstitut den Versuch 2015 durchgeführt hat? Stand ja hier irgendwo weiter vorne, dass zwei Bieneninstitute angefragt worden seien.

Unsere Bieneninstitute verfügen über genügend Völker, um Versuchs-und Kontrollgruppen zu erstellen.
Das ist übrigens mein Lieblingszitat!

“Da die Königin nicht richtig in Eiablage ging, habe ich mit der Bienensauna behandelt. Bei der nächsten Durchsicht waren schöne Brutwaben im Volk. Ich spielte schon mit dem Gedanken, das Volk aufzulösen. Nun werde ich es einwintern.”

— Michael Etterer, München
- See more at: http://www.bienensauna.de/#sthash.SslF8xVT.dpuf

"Reaktivierung der Ovarien durch Wärmebahndlung!" Das nenne ich echte Innovation.
Fehlt eigentlich nur noch, dass auch drohenbrütige Völker damit saniert werden können. Entweder imkern inzwischen vollkommen unterbelichtete Laien oder aber der IQ der Imker ist reziprok proportional zum Erwerb einer Bienensauna.

Selbst wenn mir jemand so etwas schriebe, würde ich antworten, dass dies UNMÖGLICH mit dem Saunagang zu tun haben kann und würde es sicher nicht veröffentlichen.

Es gibt ein Produkthaftungsgesetz in Deutschland und Werbung darf nichts Unwahres enthalten. Diese Seite nähert sich staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen (irreführende Werbung) und sollte sich ein Abmahnungsanwalt dieser homepage annehmen, ist die Firma sofort pleite.

Sowohl ein Großteil der veröffentlichten hanebüchenen Zuschriften, wie die Rentabilitätsrechung sind sehr, sehr sicher "unlauter".

Damit stehen nicht nur hohe Abmahngebühren ins Haus, sondern jeder Kunde hat Anspruch auf vollen Kostenersatz.
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Re: Bienensauna

Beitragvon hobbee » 19. Februar 2016, 20:36

Und noch etwas Wichtiges.....

http://www.bienensauna.de/behandlungserfolge/
also der Rubrik "Feldversuch" ist unten "Exemplarisch - über 95% Wirkungsgrad" die Behandlung beschrieben.....
Hier das wörtliche Zitat:
"Direkt anschließend wurden die Bienen 2,5 Stunden bei 42°C behandelt, sodass die Varroen insgesamt 3 Stunden lang (in den Brutwaben 2,5 Stunden) einer Temperatur über 39°, überwiegend 42°C ausgesetzt waren. "
Ich halte fest: 1. Behandlung dauerte 10 min Rüstzeit+180min Behandlungszeit= 190 min
Es geht weiter....
[color=#0080FF]"wurde 16 Tage nach der ersten eine zweite Bienensauna-Behandlung durchgeführt. Während dieser 2,5 Stunden andauernden Behandlung fielen 430 Milben."[/color]
Ich halte fest: 2. Behandlung dauerte 10 min Rüstzeit+150min Behandlungszeit = 160min

Die Rentabilitätsrechnung behauptet jedoch rotzfrech "1Stunde Leerzeit je Behandlungsturnus". Mit Behandlungsturnus ist die Behandlung des Einzelvolkes gemeint.

Jetzt nehmen wir den gutgläubigen Imker mit 6 Völkern. Die erste Behandlung dauert (ohne Anfahrt) somit 6*190=1140min, das sind 19 Stunden. Also Samstag und Sonntag je 9,5 h plus Anfahrt zum Bienenstand. Ob die begeisterte Ehefrau das Mittagessen (2x) rausbringt, deren zusätzliche Arbeitszeitkosten nicht berücksichtigt wurden, wissen wir nicht.

Die zweite Behandlung geht dagegen ja rucki-zucki: 6*160=960min, das sind 16h Hier entspannt sich der Wochenendimker mit zweimal nur acht Stunden.

Somit fallen 35 Arbeitsstunden für 6 Völker pro Jahr an. Bei den von den Verfassern unterstellten Arbeitskosten von 40 € je Stunde und 5 Jahren Zeitraum entstünden somit 35h/a*5a*40 €= 7.000 € Gesamtarbeitskosten, ausgewiesen wurden 1400,- €, das ist ein Fünftel, der tatsächlichen Arbeitskosten.
Je behandelten Volk entstehen somit Arbeitskosten von 233 €-pro Jahr wohlgemerkt!

Wie hoch der Schattenpreis bzw. die Opportunitätskosten eines Wochenend-Hobbys ist, lassen wir mal ganz beiseite. Es gibt ja das Lohn-Freizeit-Paradoxon, aber das lassen wir hier mal unberücksichtigt.

Ich halte ein paar Völkchen. Wenn ich mehr als 4h pro Jahr und Volk (am Stand, inklusive Rüstzeiten etc.) bräuchte, dann könnte und würde ich mich erschießen.
Man muss über das Gerät gar nichts wissen, der offenkundige Betrug am Kunden durch Lüge und Unwahrheit quillt aus jeder Zeile.
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Re: Bienensauna

Beitragvon myggel » 19. Februar 2016, 21:37

Ihr seht das alle so so "deutsch" - immer auf Effizienz getrimmt. (Jetzt bitte die Stimme im Kopf die euch das vorliest auf "blümerant" stellen...)
Die Bienensauna ist ein super Gerät um endlich vom Alltagsstress runterzukommen und gezwungen zu entspannen. Mindestens einezwei Stunden Leerlauf, Entspannung, Zeit für Meditation am Stand. Ist das nicht wunderbar?
("blümerant" Ende)

Also ich persönlich überleg mir das sobald das Ding im Taschenofenformat stromlos erwerbbar ist. Am besten durch Sonnenwärme aufgeladen. Weil sonst tu ich mir mit den 14km Verlängerungskabel doch recht schwer, hat jemand mal Lust den benötigten Leitungsquerschnitt zu berechnen? Ich möchte nämlich ungern eine Hochspannungsleitung oder einen Supraleiter der Länge verlegen.

Bienensauna... :weg:
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Re: Bienensauna

Beitragvon Plonsi » 19. Februar 2016, 21:46

@hobbee: Und wie leitet man nun so ein Verfahren ein? Sollte doch mal wer machen denn das ist das allerletzte was da Neulingen und anscheinend auch gestandenen Imkern vorgegauckelt und vorgelogen wird! Diese "Rentabilitätsrechnung" ( absolut falsches Wort für diese Zahlensammlung die ein fünftklässler als falsch entlarven kann) ist noch nichteinmal in sich schlüssig, da gleiche Parameter in verschiedenen Posten unterschiedlich bewertet werden. Ganz zu schweigen von den annahmen. Und Quellen die auf Daten, Zahlen, Fakten von dritten verweisen (bzw. überhaupt Quellen) sind nirgends zu finden. Man scheut hier offensichtlich die wissenschaftliche Meinung.

Also ich würde es stark unterstützen wenn da was passiert. Ich habe dem Dr. Liebig mal eine Mail geschrieben, ob er sich dem mal etwas Aufmerksamkeit widmen könnte.

Gruß Stefan

Veterinärsamt erteilt Bienensauna Absage. Völlig richtig, ohne anerkannte wissenschaftliche Studien keine Zulassung als Varroabekämpfungsmittel (Alleinmittel). Wie kann man sowas versuchen abzublocken mit den Argumenten "Sie haben kein Gerät gesehen". Na und wozu brauchen die auch eines sehen? Die brauchen wissenschaftliche Studien um etwas zulassen zu können, wäre schlimm wenn nicht. Die richtige Antwort wäre, "Sie haben Recht, wir tun alles um eine solche Studie durchzuführen" anstatt das Geld in seltsame PR-Kampagnen zu stecken.

Ich kann nicht aufhören... guckt mal diese Aussage "Welcher seriöse Forscher käme auf die Idee Ameisensäure im heißen August zu testen?". Seit wann ist der August nicht für AS geeignet?
Da steht doch tatsache, das die Studie verzerrt wird durch"Behandlungen im September bzw. Oktober haben in jedem Fall geringere Wirkungsgrade als im Winter. Zudem bereiten sich die Völker auf den Winter vor, sodass das aktiv fördernde Potential der Hyperthermie kaum mehr sichtbar werden kann. Die Wirkung auf die Volksentwicklung lässt sich viel besser im Frühjahr beobachten." Na was denn nu, der Versuch sollte im WInter stattfinden, damit der Wirkungsgrad höher ist und gleichzeitig ist der Versuchsaufbau falsch, da nur bei einer Behandlungim Frühjahr das "das aktiv fördernde Potential der Hyperthermie" nicht sichtbar wird. Sehe da nur ich den wiederspruch?
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Re: Bienensauna

Beitragvon hobbee » 20. Februar 2016, 06:28

Habt Ihr diese Lachnummer schon konsumiert???????

http://www.bienensauna.de/blog-intern/2 ... eckschritt

Auf der gleichen hp werden übrigens Spätsommerbehandlungen beworben (zitierter Fall mit 3+2,5 Stunden) und nun passt Ihnen der August nicht?
Der pöse, pöse Herr Dr. Berg mag also keine Populationsschätzung machen? Ist ja auch der fünffache Aufwand, wie Milben zählen. Ja hallo, was ist denn das für ein Ignorant?
Weiß er etwa nicht, dass die Bienensauna die Völker explodieren lässt? Einfach wohl ein Banause.......
myggel hat geschrieben:Weil sonst tu ich mir mit den 14km Verlängerungskabel doch recht schwer

Leg halt ein Erdkabel, oder noch besser bau ein Windrad deneben+Solaranlage+Speicher. Glaub mir, das rechnet sich nicht schlechter als ne Bienensauna! :bigrin:

Am besten ist, 50 Leute rufen nen Abmahnanwalt an. Danach sind mindestens die Hälfte aller Inhalte gelöscht, oder die Firma ist pleite-im Zweifelfall beides.
Durch den derzeitigen Imkertrend tummeln sich vermehrt Hassardeure und Glücksritter, Idioten und Vollidioten, Mondphasenimker und andere Gestalten rum. Die Uninformiertheit von Vielen wird schamlos ausgenutzt. Die grundsätzliche Gegnerschaft gegen alles, was Chemie (also auch organischen Säuren) ist, potentiert das Problem mit der Dummheit. Vielleicht hilft die Sauna demnächst auch gegen Krebs beim Menschen-würd mich nicht wundern.

Ein aktuelles anderes Beispiel:
Jemand bekam letztens eine Lieferung eines neuen Mittelwandherstellers aus BaWü (nicht der wabenprofi!) , der auf den Lieferschein der gelieferten Mittelwände draufschrieb: "aus ökologisch wirtschaftenden Imkereien".
Die Mittelwände kosteten 10,50 je kg.....
Das Bio-Blockwachs kostet derzeit 22-25 € je kg. Und das ist sehr sicher ein Fall für die Staatsanwaltschaft, weil hier ein offenkundiger Fall von Betrug vorliegt. Wo welches Wachs überhaupt zu diesem Preis beziehbar ist, keine Ahnung.
Der Großhandels-Tonnenpreis steigt und steigt und steigt. Und bei Kahl https://www.kahlwax.de/ könnt ihr mal nen 6 to-Kontrakt, unterschiedlicher Herkünfte bei entsprechenden Rückstandsdifferenzen anfragen..... ;)
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Re: Bienensauna

Beitragvon beeo » 20. Februar 2016, 14:17

Ihr zwei Hobbyimker...
Die Sauna gibts auch mit Akkupack!
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Bienensauna

Beitragvon Hochleistungsbiene » 20. Februar 2016, 18:18

Warum nich mit Dynamo!?
Dann wär die Wartezeit überbrückt.... U)
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Re: Bienensauna

Beitragvon beeo » 20. Februar 2016, 19:59

Und das Honigschlecken wäre egalisiert :-)
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Re: Bienensauna

Beitragvon Angie » 20. Februar 2016, 20:40

An dieser Stelle möchte ich noch einmal daran erinnern, dass dieses Unternehmen sogar den NEA Next Economy Award 2015 Kategorie Food gewonnen hat.
Wie haben die das nur geschafft?
Ist es so leicht einen Preis zu gewinnen?

"2016 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem DIHK zum zweiten Mal den Next Economy Award. Der NEA ist die nationale Spitzenauszeichnung für Startups, die auf Nachhaltigkeit und die Green Economy setzen. Er prämiert in verschiedenen Themenfeldern Gründer, die mit innovativen Geschäftsmodellen für soziale und ökologische Verbesserungen sorgen und damit die „nächste“, die nachhaltigere Wirtschaft mitgestalten wollen. Pioniere mit ambitionierten und erfolgversprechenden Ideen können sich in Kürze wieder in einem Online-Verfahren dem Wettbewerb stellen. Der Preis besteht neben der Statuette aus wertvollen Sachleistungen."

https://www.nexteconomyaward.de/

https://www.nexteconomyaward.de/award/nominierte-2015/


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Re: Bienensauna

Beitragvon bob » 20. Februar 2016, 21:22

hobbee hat geschrieben:

Ein aktuelles anderes Beispiel:
Jemand bekam letztens eine Lieferung eines neuen Mittelwandherstellers aus BaWü (nicht der wabenprofi!) , der auf den Lieferschein der gelieferten Mittelwände draufschrieb: "aus ökologisch wirtschaftenden Imkereien".
Die Mittelwände kosteten 10,50 je kg.....


Hallo hobbee,
warum sagst du uns denn nicht, wer dieser neue Mittelwandhersteller ist?
Es schadet nicht, wenn wir wissen, bei welchen Lieferanten wir vorsichtig sein sollten. (8;) :no:
Gruß bob
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Re: Bienensauna

Beitragvon Simon » 20. Februar 2016, 21:24

Man stelle sich vor diese Qualität der Leistungsbeurteilung findet im automobilen Sektor statt. Nicht zu denken was es im Abgassektor an Eruptionen ausm Auspuff raushaut.
Oh W.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienensauna

Beitragvon waldimker » 20. Februar 2016, 21:43

Diese Wabenschmelze könnte ich nur empfehlen. Ich habe mein Eigenwachs dort umgießen lassen und bin damit vollauf zufrieden. Die besten MWe, die ich je eingelötet habe. Günstig, flott, kleine Mengen möglich.
Ich gehe mal davon aus, dass ein Fehler geschehen ist. Die Leute werden nicht so dumm sein. Wenn sie schon "ökologisches" Wachs verkaufen würden, würdne sie auch den entsprechenden Preis dafür nehmen.
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Re: Bienensauna

Beitragvon Simon » 20. Februar 2016, 22:19

waldimker hat geschrieben:Diese Wabenschmelze könnte ich nur empfehlen. Ich habe mein Eigenwachs dort umgießen lassen und bin damit vollauf zufrieden.
Du beziehst dich auf Wabenprofi?
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienensauna

Beitragvon Hochleistungsbiene » 20. Februar 2016, 22:27

Es wird nich als ökologisches Wachs verkauft.
Erst auf der Rechnung steht als Hinweis, dass das Wachs für die MW aus ökologisch wirtschaftenden Imkereien kommt.
Beim Verkauf selber wird das nicht erwähnt.
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Re: Bienensauna

Beitragvon bob » 20. Februar 2016, 23:38

... ich bin gespannt... :/
Gruß bob
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Re: Bienensauna

Beitragvon hobbee » 21. Februar 2016, 06:53

bob hat geschrieben:... ich bin gespannt... :/

PN...... ;)

Das war ja nur ein Nebenkriegsschauplatz mit dem Wachs.....

Die Bienensaunierer haben ein paar echte Schmankerl auf Ihre Seite gestellt: Schriftverkehr mit Dr. Berg, Schriftverkehr mit Veterinärbehörde......

So langsam frage ich mich, ob die noch wissen, was sie da tun. Ein gewisses Sendungsbewußtsein müssen Entrepreneure und Pioniere bekanntlich mitbringen, sonst kann es nichts werden. Hier nimmt die Angelegenheit jedoch wahnhafte Züge an. Den Versuch abzusagen, weil Dr. Berg 'nur 'Milben' zählen will, ist vollkommen absurd.
Mehrfaktorielle Versuche, hier zusätzlich die gewünschte Volksstärke über einen langen Zeitraum zu bonitieren, dürfte den Aufwand und die benötigte Zahl der Versuchsvölker ca. verzehnfachen.
Die Saunierer behaupten Varroa zu bekämpfen und weigern sich, wenn genau dies untersucht werden soll? Obszön
Die Saunierer wollen 'die Vitalität etc-.pp' untersucht wissen, ja haben die eine ungefähre Ahnung, was das für ein Aufwand ist?
Bei mehreren Gerätevarianten und Kontrollgruppe sind dann locker mal 100 Völker in Beschlag. Sagen wir 5 Gruppen an 4 Standorten, je 5 Völker je Gruppe an einem Bienenstand.

Dann schreiben sie auch noch stolz, SPD und Grüne hätten sich der Sache im Landtag angenommen...... Ja ist das jetzt Teil der politischen Auseinandersetzung, Forschern ein Versuchsdesign vorzuschreiben?
Je mehr ich da gelesen habe, desto unwohler wurde mir.

Jeder darf ein irres Produkt zu irren Preisen für irre Kunden anbieten, das ist garantiert in einer freien Gesellschaft. Er darf dabei jedoch nicht irre Versprechungen machen, weil wir ein Land sind, das fairen Wettbewerb und nicht Produktwildwest und gezielte Verbrauchertäuschung haben will.

Kein Ameisesäurehersteller darf behaupten, durch sein Produkt würde die Honigleistung steigen. (Was im Zweifel vielleicht stimmen würde, denn tote-weil unbehandelte Völker produzieren null kg Honig). Kein Königinnnenzüchter darf behaupten, mit seinen Königinnen würde mehr Honig produziert, denn er kann dafür nicht haften.
Nehmen wir also an, ein Käufer würde eine Bienensauna anschaffen, die Hälfte saunieren, die andere Hälfte mit Säuren zuschütten. Dabei sauber protokollieren, am besten jeweils unter Zeugen. Das versprochene Ergebnis von 20% Honigertragssteigerung der Saunagänger, die geringere Verlustrate der Saunierer träte nicht ein.
Haftet der Hersteller für den eingetreten Schaden, denn er bewirbt sein Gerät mit genau eben jenen behaupteten (!) Folgen?
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Re: Bienensauna

Beitragvon waldimker » 21. Februar 2016, 09:18

@simon: nein, ich spreche von der goldimkerei in aulendorf. die mittelwände sind prima. der preis echt anständig. auch kleine mengen eigenwachs werden umgearbeitet. unkompliziert.

@Hochleistungsbiene:
dann warn das MWe für Dich?
dann ist denen wohl einfach ein fehler unterlaufen, wie er jedem in der hektik des geschäftsalltages mal unterlaufen kann. es hat kein unlauterer wettbewerb stattgefunden, da nichts versprochen wurde, was nicht eingehalten werden könnte (z.b. ökologisches Wachs in Mittelwandform zu Schleuderpreisen). Vielmehr wurde fehlerhaft auf der Rechnung ein Zusatz eingefügt, der dem Rechnungssteller sicher selbst unangenehm ist, ihm aber keinerlei finanziellen Vorteil gibt.
Ein Versehen, wie es sich anhört. Ich würde denen dann wohl einfach mal anrufen und sie darauf hinweisen. Du bist selbst Unternehmer? Das wär dir sicher auch einfach peinlich ... ist aber kein "Fall für den Staatsanwalt" wie hobbee meinte. Es ist nichts Unrechtes geschehen.
Zuletzt geändert von waldimker am 21. Februar 2016, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bienensauna

Beitragvon Simon » 21. Februar 2016, 09:27

Die Wachsqualitäten sollten wo anders diskutiert werden, nur der Vollständigkeit halber, beim Wabenprofi.de in Stuttgart/Wangen wird das Wachs gut umgearbeitet, der Vorgang ist transparent und ordentlich, deshalb eine Empfehlung wert.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Bienensauna

Beitragvon Hochleistungsbiene » 21. Februar 2016, 10:37

@Waldimker:
Ich unterstell da auch nix.
War halt nur sehr erstaunt über die Aussage.
Bezieht sich aber ganz klar auf die konventionellen MW. Also kein Fehler/Versehen. Da wird auch nur eine Qualität angeboten.

Könnt mir auch vorstellen dass der sich denkt "Bio und Konventionelle MW is eh das Selbe, daher kann ich auch als eine Qualität verkaufen, ohne der Ökomaffia dafür Geld in den Rachen zu schmeißen"...?
Verzichtet dabei evtl. sogar auf Gewinn zugunsten des kaufmännischen Ethik-Kodexes...?

Ich weiß es halt nicht, hat mich aber, wie gesagt, gewundert.
Umfangreiche Analyse ist mir dann aber doch zu teuer, da ich da auch nicht so der Fanatiker bin.
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Re: Bienensauna

Beitragvon Plonsi » 22. Februar 2016, 10:14

hobbee hat geschrieben:...Je mehr ich da gelesen habe, desto unwohler wurde mir.

Ja so geht es mir immer noch. Sie haben noch nicht einmal ein Schimmer davon wann und wie Ameisensäure eingesetzt wird:
"

Sie dementieren ständig ihre eigenen Aussagen. Verkaufsargument Bienensauna: "Einfache Anwendung, ganzjährig einsetzbar und Bienenschonend". Ich zitiere mal einiges aus dem Blog:
"Entgegen unseren Anweisungen im Handbuch wurden immer wieder Waben mit Winterfutter während der Behandlung in der Zarge belassen und nicht vorher entfernt. Die Folge ist ein Wärmestau, bei dem Waben schmelzen, Futter in die Bienensauna tropft und im schlimmsten Fall Bienen sterben. Nach einem solchen Malheur muss man die klebrige Bescherung aber glücklicherweise nicht selbst wieder beheben, sondern kann das bedenkenlos den Bienen überlassen. Sie machen die Bienensauna freudig summend bis auf den letzten klebrigen Tropfen wieder sauber. Danach ein Probelauf und weiter geht's." -> Ja aber hallo? Muss ich jedesmal alle Waben mit Futter/Honig entfernen? Das bedeutet VIEL mehr arbeit pro Behandlung da Bienenvölker nie ohne Futter sind -> Egal wann ich behandel ich muss das Volk durchwühlen (Bienenschonend?) -> Ich muss für starke Völker MW und Leerzargen einpacken und nach der Behandlung alles abschütteln...

Welcher seriöse Forscher käme auf die Idee Ameisensäure im heißen August zu testen? -> ohne worte...


Einfach der Hammer, ich würde sagen, wer eine Aussage findet der nicht auf der eigenen Homepage wiedersprochen wird bekommt nen 100€ (8;)
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Re: Bienensauna

Beitragvon Angie » 22. Februar 2016, 14:41

Plonsi hat geschrieben: Ja aber hallo? Muss ich jedesmal alle Waben mit Futter/Honig entfernen? Das bedeutet VIEL mehr arbeit pro Behandlung da Bienenvölker nie ohne Futter sind -> Egal wann ich behandel ich muss das Volk durchwühlen (Bienenschonend?) -> Ich muss für starke Völker MW und Leerzargen einpacken und nach der Behandlung alles abschütteln...


Ja das musst du, sie haben in dieser Hinsicht die Behandlung schon modifiziert, allerdings müssen nicht alle Futterwaben durch Mittelwände ersetzt werden,
der freie Raum soll genutzt werden um den Bienen die möglichkeit zu geben sich besser zu verteilen,
die Waben müssen auch etwas auf Lücke geschoben werden.
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Re: Bienensauna

Beitragvon Plonsi » 22. Februar 2016, 16:46

Angie hat geschrieben:
Plonsi hat geschrieben: Ja aber hallo? Muss ich jedesmal alle Waben mit Futter/Honig entfernen? Das bedeutet VIEL mehr arbeit pro Behandlung da Bienenvölker nie ohne Futter sind -> Egal wann ich behandel ich muss das Volk durchwühlen (Bienenschonend?) -> Ich muss für starke Völker MW und Leerzargen einpacken und nach der Behandlung alles abschütteln...


Ja das musst du, sie haben in dieser Hinsicht die Behandlung schon modifiziert, allerdings müssen nicht alle Futterwaben durch Mittelwände ersetzt werden,
der freie Raum soll genutzt werden um den Bienen die möglichkeit zu geben sich besser zu verteilen,
die Waben müssen auch etwas auf Lücke geschoben werden.


Ah danke für dieses Detail, sollte sich vielleicht in der Rentabilitätsrechnung unter Arbeitszeit wiederfinden...
Hast du so eine Bienensaune? Würde gerne endlich mal eine Meinung von jemand hören der Infos aus 1. Hand hat...!
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Re: Bienensauna

Beitragvon beeo » 22. Februar 2016, 19:04

Ich tippe mal auf Nein, er hat keine. Aber auf diesen Umstand wurde bei der Informationstour hingewiesen.
Solltest dann auch gut gegen Räuberei sichern...
Also wenn du die Sauna vor dem eigentlichen Behandlungstermin in der Tracht anwenden willst, haste bissl was zu arbeiten ;-)
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Bienensauna

Beitragvon hobbee » 22. Februar 2016, 20:53

Angie hat geschrieben:Ja das musst du, sie haben in dieser Hinsicht die Behandlung schon modifiziert, allerdings müssen nicht alle Futterwaben durch Mittelwände ersetzt werden, der freie Raum soll genutzt werden um den Bienen die möglichkeit zu geben sich besser zu verteilen,
die Waben müssen auch etwas auf Lücke geschoben werden.


Ist das Dein Ernst Angie?

Ich müsste Waben umhängen?
Futterwaben rausnehmen?

Das klingt ja unglaublich praktikabel. Wer um Himmels Willen soll das machen. Kein Imker mir 30 bis 50 Völkern- von größeren ganz abgesehen, kann diesen Aufwand leisten, oder wäre bereit, in den Völkern rumzufuchteln. Und wenn ich

Das Gerät ist was für Gläubige und wohl nicht für Imker, die ein gewisses Maß an kritischem Verstand aufbringen. Sehr schade, dass insbesondere Imker mit kleineren Völkerzahlen auf so etwas reinfallen.
Noch schlimmer, dass eine Auszeichnung vergeben wird.

Ich soll in 5 Jahren 13.000 € bei 200 Völkern ausgeben (13 € je Volk je Jahr)
Wieviel Säure sollen das bitte sein? Mit 1000 gr Oxalsäure stellt man 28,6 Liter Lösung her. Bei 50 ml Anwendungsmenge pro Volk reichen 1.000 gr Oxalsäure für 1.428 Völker. Für den 200 Völker-Imker fallen also Kosten von ca. 9 € Oxalsäure in sieben Jahren an.
Unter der Vorraussetzung, dass der 200-Völker-Imker weder Schwammtuch noch Verdunster anwendet, sondern vergleichsweise sehr teure MAQS, so liegt der Preis bei Abnahme von 400 Streifen (2 pro Volk) bei 20 Eimern à 20 Streifen bei ca. 1.160 € je Jahr. Dann entstehen allerdings nicht 6 Säurebehandlungen, sondern nur 2 pro Jahr. Er kommt also auf maximal 6.000 in fünf Jahren, nicht 13.000,-
Setzt er Verdunster und Ameisensäure ein, dann reduziert er die Kosten erheblich, zulasten des Arbeitseinsatzes und dem Risiko, die Kurve im Spätsommer nicht zu bekommen, er spart allerdings 900 € für die AS-Behandlung (5L für 25 €, 250ml je Volk):
AS (Verd.)+OS=1,40 € je Jahr und Volk*200 Völker= 280 €*5 Jahre= 1.400,- € in fünf Jahren Säurekosten.
Kauft er 200 Verdunster (Nassenheider Prof.) zahlt er maximal 9 € je Verdunster: 200 * 9€ = 1.800 € Einmalkosten.
Sind zusammen 3.200 € inklusive des besten derzeit verfügbaren Verdunsters.

Setzte er stattdessen zugelassene Mittel wie Bayvarol ein, lägen die Kosten zwischen 2,30 und 4,60 € je Volk und Jahr, das wären zwischen 460 und 920 € (200 Völker) je Jahr. Sehr, sehr weit weg von den 2.600 € je Jahr, die durch die Saunierer unterstellt werden.
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Re: Bienensauna

Beitragvon waldimker » 22. Februar 2016, 21:28

Wir in Ba-Wü haben suventionierte AS und OS (Oxuvar). Ich hab den Bedarf für 80 einzuwinternde Völker ermittelt, da ich bald bestellen muss. 39 Euro.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Bienensauna

Beitragvon Angie » 22. Februar 2016, 22:04

Plonsi hat geschrieben:Hast du so eine Bienensaune? Würde gerne endlich mal eine Meinung von jemand hören der Infos aus 1. Hand hat...!


Ich selbst habe keine, ich lese da nur mit, was die so auf ihre homepage schreiben. Da ist z. B, ein Handbuch veröffentlicht wo man das nachlesen kann.

http://www.bienensauna.de/handbuch/
http://www.bienensauna.de/handbuch-intern/behandlung

Einer aus meinem Ort hat sich aber eine zugelegt, ist aber Anfänger und kann sicher nicht alle Zeichen richtig deuten, er wird mir aber mal eine Vorführung zeigen, wenn´s zeitlich passt.

hobbee hat geschrieben:
Ist das Dein Ernst Angie?

Ich müsste Waben umhängen?
Futterwaben rausnehmen?


Ja, so isses aber ich kann nichts dafür.....
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