Völkerverkauf 2017

Völkerverkauf 2017

Beitragvon Thomas1950 » 29. März 2017, 08:01

Hallo Kollegen.
Ich möchte ein paar Jungvölker mit Königin von 2016 verkaufen.
Da ich mir über die aktuelle Marktlage nicht ganz im klaren bin frage ich einfach mal in die Runde.
Wie sind die Preise für Bienen dieses Jahr?

Gruss Thomas
Thomas1950
 
Beiträge: 100
Registriert: 8. Februar 2015, 22:11

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Hössi » 29. März 2017, 09:39

120 € für nen Anleger aus 2016
Hössi
 
Beiträge: 167
Registriert: 27. April 2015, 14:41
Wohnort: Illertaler, 600 m ü NN

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Angie » 29. März 2017, 10:21

Kommt auf die tatsächliche Volksstärke an. Diese ist abhängig von der Region wo man wohnt, da sie von der Entwicklung der Natur mitbestimmt ist.

Durchstarter: € 130 bei mir, Oberbayern, Nähe München, derzeit mit 8-9 Brutwaben
normal entwickelt: € 120 auf 6-7 Brutwaben ( die Mehrzahl der Völker)
Nachzügler: 110,- auf 5-6 Brutwaben

bei Wald und Wiesenstandbegattungszucht.
Ist die Königin gezeichnet ist das auch immer ein Pluspunkt für einen Käufer, gerade wenn er Anfänger ist. Dann kann man nochmal € 5,- drauflegen.
Simon fehlt. RIP
Angie
Benutzeravatar
Angie
 
Beiträge: 370
Bilder: 11
Registriert: 16. September 2013, 21:01
Wohnort: Oberbayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon mmoe » 29. März 2017, 11:48

:no:

Einfache Rechnung: in Volk schleppt im Frühjahr wenigstens 20 Kilo Frühtracht ein. Das sind 40 Gläser a 5 Euro.
Daher kostet ein Volk niemals nicht unter 200 Euro. Nach der Sommertracht ist es dann wirtschaftlich.
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 300
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Epoché » 29. März 2017, 12:01

@mmoe: kriegst Du einzargige Völker wirklich für 200€ los?
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon waldimker » 29. März 2017, 12:13

200 Euro? Das sind ja Preise für Bio-zertifizierte Völker!
Außerdem geht so die Rechnung nicht auf. Gläser, Material, Arbeit, Sprit, etc. pp.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon mmoe » 29. März 2017, 13:18

Moin!

Epoché hat geschrieben:@mmoe: kriegst Du einzargige Völker wirklich für 200€ los?


Ja. Die letzten zwei Völker werden nachher abgeholt. Dann starte ich wieder mit sechs Völkern
dieses Jahr und gucke, was sich so ergibt. Sechs Wirtschaftsvölker habe ich dann verkauft.

waldimker hat geschrieben:200 Euro? Das sind ja Preise für Bio-zertifizierte Völker!
Außerdem geht so die Rechnung nicht auf. Gläser, Material, Arbeit, Sprit, etc. pp.


Was willst du denn weniger nehmen? Rechne ich meinen Stundenlohn auf, dürfte ein Volk für wesentlich
weniger als 475 Euro nicht den Hof verlassen. 200 Euro sind fair. Für beide Seiten. Nach der Sommertracht
ist das Volk positiv zu berechnen.

Wenn die Besitzer für ein Volk nur unter 100 Euro zahlen, werden dieses Jahr die nächsten Völker platt
gemacht, Honig geerntet und billiger Ersatz im neuen Jahr dazu gekauft. Einfacher als die Tiere zu pflegen und
einzuwintern -> Wachs, Futter, Behandlung, Zeit. So funktioniert Tierhaltung nicht.
Ist meine Einstelllung und damit fahre ich gut.

Übrigens: Guck mal - steht bei dir: "Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend." :bll:
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 300
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Epoché » 29. März 2017, 13:28

Zum Wert gebe ich Dir durchaus recht, mmoe. Ich kann mir nur trotzdem echt nicht vorstellen, dass Leute das bezahlen. Geht es echt um Einzarger?

Ich habe meine überschüssigen Völker für 110€ verkauft. Bzw. versprochen. Bis Anfang nächster Woche gehen insgesamt 6 Völker weg (mir bleiben 5). Für mich fand ich den Preis angemessen, da ich ja im Grunde noch Anfänger bin und selbst vor ein paar Jahren 95€ für meine ersten beiden Völker gezahlt habe.

Die Tatsache, dass es allerdings nicht mal einen halben Tag gedauert hat und ich auch noch 20 Völker mehr wegbekommen hätte, zeigt, dass es wohl zumindest nicht überteuert war. Ich sollte wohl mal noch ein paar Ableger mehr für nächstes Jahr machen. :D
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Angie » 29. März 2017, 13:39

mmoe hat geschrieben:Daher kostet ein Volk niemals nicht unter 200 Euro.


Vielleicht bekommst du Deine Völker für diesen Preis los, herzlichen Glückwunsch!
In keiner Annonce, auch nicht in den gängigen Inseraten der Bienenzeitschriften werden Völker mit diesem Preis angeboten.
Spezielle Züchter verlangen wahrscheinlich aber auch mehr. Ich denke da z.B. an die Toleranzzucht Imker.

Ein gängiger Preis liegt zwischen €100 und €130/Volk, Wald- und Wiesenzucht, als Einzarger um auf die Eingangsfrage Bezug zu nehmen.
Man kann aber immer versuchen höher zu verkaufen ist ja klar.
Simon fehlt. RIP
Angie
Benutzeravatar
Angie
 
Beiträge: 370
Bilder: 11
Registriert: 16. September 2013, 21:01
Wohnort: Oberbayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon mmoe » 29. März 2017, 13:46

Moin!

Ehrlich gesprochen ist es mir Wumpe, zu welchem Preis irgendwer irgendwas verkauft.
Ich biete nich an, ich verkaufe ein Wirtschaftsvolk für 200 Euro. Nicht mehr, nicht weniger.

Inseriert in den gängigen Internetportalen. Wer weniger nehmen kann, kann nicht gut rechnen
oder verschleudert seine Völker für wenig Geld oder ist einfach reich. Mag alles sein.

Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder Schmied hat Glück.

Nota bene: Daran kann man gleich seine Honigrechnung anheften, da werden mittlerweile auch Preise
unter der Gürtelinie erreicht und Preise weit unter Wert aufgerufen. Wer irgendwann eine Bestäubungsprämie
erzielen möchte, sollte irgendwann anfangen zu überlegen und zu rechnen.
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 300
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Epoché » 29. März 2017, 13:50

Maul doch nicht - Du wurdest auch nicht angemault. ß)

Und ist doch cool, wenn Leute hier Ihr Vorgehen reinschreiben. Ist schließlich ein Forum und die Verkaufspreise sind Thema dieses Threads. Auch wenn Dir die Inhalte und Erfahrungen und Preise anderer "Wumpe" sind.
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon FranzBurnens » 29. März 2017, 14:56

Der aktuell hohe Preis kommt deshalb zustande, weil es alltenhalben immense Winterverluste gibt. Wer das ausgleichen möchte, muss in weitem Umkreis suchen. Das hat nichts mit dem Produktionswert oder den Gestehungskosten zu tun. Im Spätsommer habe ich 70,- für den Einzarger annonciert - keine einzige Nachfrage. Bin jetzt froh, brauch ich selber.
FranzBurnens
 
Beiträge: 596
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Bienefix » 29. März 2017, 15:35

150,-- € für 10 Zander-Waben mit Kö von 2016, gutem Brutbild.
Benutzeravatar
Bienefix
 
Beiträge: 141
Bilder: 1
Registriert: 7. April 2011, 17:25
Wohnort: Aichtal

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon VoBee » 29. März 2017, 16:21

Wenn man den Wert der Biene als Organsimus betrachtet, finde ich 200 € auch ok; wenn jemand sie denn zahlen will.
Ich würde aber auch, wie meine Vorredner Unterschiede machen und jedes Volk einzeln anschauen und keinen Pauschalbetrag festlegen. Und bei 6 Völkern darf man nun auch nicht auf jedes Glas Honig rechnen, das man evtl. durch das Volk verkaufen könnte. In dieser Größenordnung ist es ja ein Hobby und alles was dabei herauskommt ist Nice-To-Have. Meine Meinung!


P.S.
Kann man denn einfach so Völker verkaufen? Ohne Abgaben beim Finanzamt oder der gleichen mehr zu machen? Ohne Rechnung/Beleg???

Also einfach die Völker ausschreiben und der Kunde zahlt bar und nimmt die Völker mit?

Ich weiß nicht warum, aber ich hab immer die Bedenken, dass das "größere" Verkaufen (also nicht mal eben 2 Gläser Honig über die Haustüre) nicht so einfach geht (Ich mach mir z.B. auch immer Gedanken, ob ich bei meinen 6 Wirtschaftsvölkern Honig einfach so in einem Geschäft zum Verkauf anbieten darf, ohne gegen irgendwelche Gesetze zu verstoßen...)
VoBee
 
Beiträge: 132
Registriert: 19. Juli 2015, 10:13

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon waldimker » 29. März 2017, 16:41

@mmoe:
Bist en Netter! U)
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon mmoe » 29. März 2017, 17:48

FranzBurnens hat geschrieben:Der aktuell hohe Preis kommt deshalb zustande, weil es alltenhalben immense Winterverluste gibt. Wer das ausgleichen möchte, muss in weitem Umkreis suchen. Das hat nichts mit dem Produktionswert oder den Gestehungskosten zu tun. Im Spätsommer habe ich 70,- für den Einzarger annonciert - keine einzige Nachfrage. Bin jetzt froh, brauch ich selber.


Strike. Das zum Einen.

Auf der anderen Seite empfinde ich es eben auch als fair, diesen Preis zu nehmen. Es ist viel Geld, keine Frage. Aber wenn ich sehe, wie mit den Tieren umgegangen wird, wenn man eben zu wenig dafür nimmt - graust es mich.

Weiterhin verkaufen wir Produkte mit einem immens hohen Wert. Das muss dem Käufer auch mitgeteilt werden. Es ist keine Kiste voller stechender Insekten. Bislang sind doch viele Imker irgendwo auf der falschen Seite der Wirtschaftlichkeit: Verkaufen das zweitbeste Produkt der Welt und messen sich leider trotzdem mit Supermarktware. Gilt für das Produkt und das Tier. Zählt man jetzt noch die "Hype-Imker" dazu - wird es grotesk: Schickes Schild, viel Stiche und am Ende verkloppt man den Honig für zwofuffzich pro Glas weil der Keller immer voller wird. Das Volk geht dann für zwei Taler mehr weg - weil man vor lauter Gier den Hahn gar nicht mehr zu bekommen hat. Das sind trumpsche' Ideen.

Was ich sagen möchte: So viel wie möglich, so viel wie nötig. Gerade jetzt - wenn vielen Menschen der Nutzen bekannt geworden ist. Wenn wir für Bestäubungsprämien, sauberen und qualitätsvollen Honig einstehen wollen - muss man damit irgendwo anfangen. Nicht wie die Altvorderen, um die Rente aufzubessern. Also, Mut was Gutes für gutes Geld zu verkaufen.
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 300
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Angie » 29. März 2017, 19:08

VoBee hat geschrieben:P.S.
Kann man denn einfach so Völker verkaufen? Ohne Abgaben beim Finanzamt oder der gleichen mehr zu machen? Ohne Rechnung/Beleg???


Als Kleinimker mit bis zu 30 Völkern bist Du ja steuerbefreit, da man erst ab dann etwa in die Gewinnzone kommt.
Für Verkauf von Völkern muss aber auch der Kleinimker ein Gesundheitszeugnis beantragen, das regeln die zuständigen Veterinäramter und kann in den unterschiedlichen Bundesländern unterschiedlich geregelt sein. Das Gesundheitszeugnis ist kostenpflichtig.

Wenn das Volk im eigenen Landkreis, also Zuständigkeitsbereich des Veterinäramtes bleibt, braucht man in der Regel kein Zeugnis.
Wenn das Volk mit dem Käufer die Landkreisgrenze verlässt aber sehr wohl.

VoBee hat geschrieben:Also einfach die Völker ausschreiben und der Kunde zahlt bar und nimmt die Völker mit?


Nein! Gesundheitszeugnis klären.

VoBee hat geschrieben:Ich weiß nicht warum, aber ich hab immer die Bedenken, dass das "größere" Verkaufen (also nicht mal eben 2 Gläser Honig über die Haustüre) nicht so einfach geht (Ich mach mir z.B. auch immer Gedanken, ob ich bei meinen 6 Wirtschaftsvölkern Honig einfach so in einem Geschäft zum Verkauf anbieten darf, ohne gegen irgendwelche Gesetze zu verstoßen...)


Nein, da hast Du recht, da muss man Auflagen beachten.
Wenn du genaueres wissen magst kannst du das neue Honigheft vom Bienenjournal studieren, da steht alles drin.

https://shop.bauernverlag.de/Sonderheft ... n-Journal/
Simon fehlt. RIP
Angie
Benutzeravatar
Angie
 
Beiträge: 370
Bilder: 11
Registriert: 16. September 2013, 21:01
Wohnort: Oberbayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Eifelimker » 30. März 2017, 08:57

Dieses Jahr habe ich meine überzähligen Völker (alle 2-zargig) für 140,- € angeboten und sie zwischen 120 und 130,- € verkauft.
zu diesem Preis hätte ich auch 20 Völker verkaufen können, die Nachfrage war da. Insofern habe ich zu billig verkauft.

Ich gebe mmoe Recht, 130.- € ist bei weitem nicht der Preis den ein Bienenvolk kosten müßte, vor allem wenn ich meine Arbeitszeit dabei mitrechnen würde.
Die Rechnung 40 Gläser Frühtracht á 5,- € = 200,- € = Zeitpunkt an dem das Volk wirtschaftlich wird halte ich aber, gerade wenn ich meine Arbeitszeit für Schwarmkontrolle, schleudern, rühren, abfüllen, ettikettieren, verkaufen, etc. mit berechne, doch eher für eine Milchmädchenrechnung.

Auf der anderen Seite ist die Imkerei für mich ein einträgliches Hobby. (Kennt jemand noch ein anderes Hobby, das so viel Spass macht und dabei noch Geld abwirft?)
Insofern rechne ich meine Arbeitszeit eben nicht wirklich in den Wert eines Volkes und ein und biete meine Völker nicht für 200,- € an.

Beste Grüße

Dirk
Eifelimker
 
Beiträge: 155
Registriert: 31. Dezember 2011, 15:34
Wohnort: Nordeifel

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Karlheinz » 30. März 2017, 09:25

Interessante Diskussion.
ich biete auch Ableger zum Verkauf an. Dabei gehe ich ganz anders vor. Ich frage den Käufer, wie lange er schon imkert und warum er ggf. nicht selbst nachzieht. Varroaimker, die regelmäßig im Frühling neue Jungvölker kaufen, gehen bei mir leer aus.
Jungimker, im Berufsleben stehend, zahlen je nach Größe (z.B. 5 Waben-Ableger mit begatteter Kö und Brut) 80-100.- Euro.
"Jungimker" ohne Einkommen je nach Sympathie entsprechend weniger bis gar nichts. Sie bekommen aber nur einen Ableger zum Supergünstigpreis.
Ein-, oder gar Zweizarger, voll mit Bienen verkaufe ich nicht, denn das würde niemand bezahlen wollen. Denn da rechne ich so: Aus einem guten Einzarger werden nach Brutentnahme 5 Ableger! Insofern sind Jungvölker für 200.- Euro verschenkt (meine Meinung).
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
Karlheinz
 
Beiträge: 517
Registriert: 16. August 2014, 16:37
Wohnort: Nähe Chiemsee, Bayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon FranzBurnens » 30. März 2017, 11:36

Karlheinz hat geschrieben: da rechne ich so: Aus einem guten Einzarger werden nach Brutentnahme 5 Ableger! Insofern sind Jungvölker für 200.- Euro verschenkt (meine Meinung).

Keine schlechte Quote! -- Wie sieht denn da so der Zeitplan für die Entnahme aus / und wird auch Honig nebenbei zu ernten sein?
FranzBurnens
 
Beiträge: 596
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Karlheinz » 30. März 2017, 12:35

FranzBurnens hat geschrieben:
Karlheinz hat geschrieben: da rechne ich so: Aus einem guten Einzarger werden nach Brutentnahme 5 Ableger! Insofern sind Jungvölker für 200.- Euro verschenkt (meine Meinung).

Keine schlechte Quote! -- Wie sieht denn da so der Zeitplan für die Entnahme aus / und wird auch Honig nebenbei zu ernten sein?

Ich richte mein Augenmerk nicht auf Honigleistung, denn mein Honig ist zu teuer, als er vom Normalbürger bezahlt werden würde. Das 500g Glas Blütenhonig gibt es bei mir nicht unter 7.- €.
Mit der Produktion von Ablegern starte ich, je nach Wetter Mitte April, Anfang Mai mit je 1 BW.
Ableger gehen immer, besonders wenn man mit dem Preis auf dem Boden bleibt. Honig dagegen ist in unserer Geiz ist geil Gesellschaft ein Bettelgeschäft, ausser man verschleudert ihn für 4-5.-€
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
Karlheinz
 
Beiträge: 517
Registriert: 16. August 2014, 16:37
Wohnort: Nähe Chiemsee, Bayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Joachim » 1. April 2017, 05:09

Angie hat geschrieben:
Für Verkauf von Völkern muss aber auch der Kleinimker ein Gesundheitszeugnis beantragen, das regeln die zuständigen Veterinäramter und kann in den unterschiedlichen Bundesländern unterschiedlich geregelt sein. Das Gesundheitszeugnis ist kostenpflichtig.

Wenn das Volk im eigenen Landkreis, also Zuständigkeitsbereich des Veterinäramtes bleibt, braucht man in der Regel kein Zeugnis.
Wenn das Volk mit dem Käufer die Landkreisgrenze verlässt aber sehr wohl.


Wie kommst denn auf den schmalen Pfad? - wenn ich ein Volk kaufe, und wenn dies vom Nachbarimker, der 100m von meinem Stand aus seine Völker stehen hat kommt, bestehe ich auf ein Gesundheitszeugnis.

Das mag bei Dir in deiner oberbayerischen Provinz so gehandelt werden, ist aber nicht das non plus ultra.

Es sei jedem, der Völker kauft geraten nach einer Kopie eines "gültigen" Gesundheitszeugnisses zu fragen. Hat der Verkäufer sowas nicht im Angebot sollte man die Finger vom Kauf lassen.....
Viele Grüße
Joachim
Benutzeravatar
Joachim
 
Beiträge: 399
Bilder: 66
Registriert: 26. August 2012, 19:38
Wohnort: BaWü 322m ü. N.N.

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Joachim » 1. April 2017, 05:33

mmoe hat geschrieben:Moin!
Nota bene: Daran kann man gleich seine Honigrechnung anheften, da werden mittlerweile auch Preise
unter der Gürtelinie erreicht und Preise weit unter Wert aufgerufen. Wer irgendwann eine Bestäubungsprämie
erzielen möchte, sollte irgendwann anfangen zu überlegen und zu rechnen.


ich stimme Dir da voll und ganz zu. Immer nur auf "billig" zu linsen ist der Falsche Weg. (siehe z.B. Wachsproblematik und was daraus geworden ist)....

Unsere Arbeit und unser tun kostet Geld. Wem Qualität was Wert ist bezahlt auch mehr, und weiß dies zu Schätzen. Wem nicht reiht sich in die Discounter - Ebene ein.

Auch das mit den Honigpreisen - wenn man sieht zu welchem Preis Imker ihren Honig verschleudern ... neulich erst auf einem Wochenmarkt gesehen Verkauf im DIB - Glas:

Rapshonig 500gr zu 2,99€, Sommtrachthonig 500gr 3,20€, Tannenhonig, 500gr 4,00€

Auf meine Frage hin, warum man denn "Gute Qualität zu solch günstigem Preis" verkaufe wollte man nicht mehr mit mir reden ..... Aus meiner Sicht ein absolutes Minusgeschäft, Disconuter - Imker.....
Viele Grüße
Joachim
Benutzeravatar
Joachim
 
Beiträge: 399
Bilder: 66
Registriert: 26. August 2012, 19:38
Wohnort: BaWü 322m ü. N.N.

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Karlheinz » 1. April 2017, 07:48

Eine Sache verstehe ich nicht so ganz: Warum wollt Ihr unbedingt ein Gesundheitszeugnis? Was sagt das aus, ausser dass Eure Bienen nicht aus einem Faulbrutgebiet kommen?
Ich rufe beim Veterinäramt an und bitte um Zusendung eines Gesundheitszeugnisses. Und schon hab ich eines. Wie meine Völker aussehen interessiert niemand. Aber dafür kostet das Gesundheitszeugnis auch nichts. Nur Papier, Bürokratie und völliger Unsinn meines Erachtens.
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
Karlheinz
 
Beiträge: 517
Registriert: 16. August 2014, 16:37
Wohnort: Nähe Chiemsee, Bayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Mike54 » 1. April 2017, 08:18

Das mit dem Gesundheitszeugnis halte ich auch für Unsinn, insbesondere die Gültigkeitsdauer von 9 Monaten.
Wer garantiert mir, dass meine Bienen nach Erstellung des Gesundheitszeugnis nicht zum nächsten Glascontainer fliegen und dort Importhonig naschen und damit die Faulbrut an den Stand schleppen.
Auch das Prozedere bei uns im Oberbergischen Kreis ist aufwändig.
Laut Veterinäramt muss ein BSV die Futterkranzprobe entnehmen und ins Labor einschicken. Erst wenn der BSV das Ergebnis vom Labor hat, kann man das zum Kreisveterinär schicken und bekommt das Zeugnis.
Kosten für den BSV, Labor und Kreisveterinär kommen auch auf den Imker zu.
Innerhalb der Kreisgrenzen ist der Völkerverkauf ohne Zeugnis bei uns hier zulässig.
volle Honigtöpfe wünscht
Mike54
Mike54
 
Beiträge: 30
Registriert: 28. Dezember 2014, 22:21
Wohnort: Reichshof, Oberbergischer Kreis, 360 ü.NN

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon waldimker » 1. April 2017, 08:44

@Karlheinz: Keine Besichtigung der Bienen? Das ist seltsam. Bei mir war gestern der BSV, hat die völker inspiziert. Nach dem 10. hat er auch mal ein paar übersprungen. Aber alles in allem geschaut. Andernorts sind Futterkranzproben im Labor nötig. Noch besser.

Irgendwo muss man einen Strich ziehen mit den 9 Monaten. Sonst müsste man vor jeder Wanderung Futterkranzproben ins Labor schicken. Alles andere wäre zu unsicher. Immerhin hat man die Sache in D so einigermaßen im Griff. In den USA wurde man der Sache nicht Herr und in vielen Gebieten verfüttert man dort mehrmals jährlich Antibiotika.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Angie » 1. April 2017, 12:50

Joachim hat geschrieben:Wie kommst denn auf den schmalen Pfad? - wenn ich ein Volk kaufe, und wenn dies vom Nachbarimker, der 100m von meinem Stand aus seine Völker stehen hat kommt, bestehe ich auf ein Gesundheitszeugnis.


Ich habe lediglich beschrieben, wie es bei uns der Fall ist, falls das Volk im Landkreis verbleibt.
Das Gesundheitszeugnis besagt dann lediglich, dass derzeit im Landkreis kein Fall von Faulbrut bekannt ist.

Die Veterinärämter wären einfach überlastet, wenn sie bei jedem Imker eine Futterkranzprobe ziehen würden.
Vor allem wenn die Völker nur 100m oder auch 1000m weiter weg ziehen.

Denn:
Falls der Imker, der 100m oder 1000m weiter weg ist KEIN Volk verkauft, müsste ich ja folglich jedes Jahr immer auf einem imkerlichen Gesundheitszeugnis bestehen und ihm ebenfalls eines meiner Bienen aushändigen, da er ja auch als Nichtverkäufer meine Bienen gefährden kann. Er ist ja mein imkerlicher Nachbar in direkter Nähe.
Im Prinzip müssten dann jedes Jahr überall Futterkranzproben gezogen werden, besonders bei hoher Bienendichte.

Daher mag das manchen zu lasch sein, aber vom Imker, der 100m seinen Stand entfernt hat, würde ich bei uns auch kein anderes Zeugnis bekommen.
Denn wenn bei uns ein Faulbrutfall wäre, würde ich die Nachricht auch sofort bekommen, da meine Völker beim Veterinäramt gemeldet sind.

Ein Restrisiko bleibt natürlich daher immer.
Bei Völkern, die den Landkreis verlassen, wird es strenger, denn die unterschiedlichen Landkreise haben teils unterschiedliche Anforderungen.

Außerdem gibt es auch genügend Imker, die Ihre Völker nicht gemeldet haben und daher unter Umständen überhaupt nicht mitbekommen, dass sie in einem Faulbrutsperrbezirk sind. Die bringen eventuell ganz locker zwei Völker zu Bekannten oder Freunden, (sagen wir mal nach Baden-Würtemberg,) die mit dem Imkern beginnen wollen.....diese Bienen stehen dann 500m weiter weg von Dir in einem Garten.........das Bienenschicksal nehme seinen Lauf.

Daher würde ich auch immer beim Kauf auf einem Gesundheitszeugnis bestehen. Und wenn es auch das einfache, als Beispiel für unseren Landkreis ist, das gibt auch schon einen Hinweis.
Simon fehlt. RIP
Angie
Benutzeravatar
Angie
 
Beiträge: 370
Bilder: 11
Registriert: 16. September 2013, 21:01
Wohnort: Oberbayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Karlheinz » 1. April 2017, 17:25

waldimker hat geschrieben:@Karlheinz: Keine Besichtigung der Bienen? Das ist seltsam. Bei mir war gestern der BSV, hat die völker inspiziert. Nach dem 10. hat er auch mal ein paar übersprungen. Aber alles in allem geschaut. Andernorts sind Futterkranzproben im Labor nötig. Noch besser.

Irgendwo muss man einen Strich ziehen mit den 9 Monaten. Sonst müsste man vor jeder Wanderung Futterkranzproben ins Labor schicken. Alles andere wäre zu unsicher. Immerhin hat man die Sache in D so einigermaßen im Griff. In den USA wurde man der Sache nicht Herr und in vielen Gebieten verfüttert man dort mehrmals jährlich Antibiotika.


Nein, keine Besichtigung. Das Papier sagt eigentlich nur aus, dass zum Zeitpunkt der Ausstellung keine Faulbrut im näheren Radius war. Ich brauch es nur, weil ich meinen 2. Stand im 2km fernen Nachbarlandkreis stehen habe.
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
Karlheinz
 
Beiträge: 517
Registriert: 16. August 2014, 16:37
Wohnort: Nähe Chiemsee, Bayern

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon Actionmichel » 2. April 2017, 08:15

Also bei mir war gestern der BSV.
Er hat wie jedes Jahr bei allen Völkern (insgesamt 29)
zwei bis drei Brutwaben gezogen und besichtigt. Einzeln stehen gebliebene Zelldeckel wurden
strichprobenartig geöffnet und überprüft. (8;)
Macht er jedes Jahr so und mir ist dass genaue Überprüfen auch sehr wichtig!!!
Gott sei Dank konnte er wie immer, nix auffälliges finden 8)) .

Gruß Michael
Actionmichel
 
Beiträge: 75
Bilder: 5
Registriert: 26. Dezember 2016, 16:38

Re: Völkerverkauf 2017

Beitragvon HaroldBerlin » 4. April 2017, 20:52

Hmm... hier in Berlin gibt es - ich hatte es schon mal beschrieben - das ganz große Programm: Der Veterinär begutachtet jedes einzelne Volk, pro sechs Völker wird eine große Futterkrnazprobe genommen und in das Landeslabor geschickt. Gebühren für Begutachtung, Anfahrt und natürlich das Labor summieren sich ganz schön. Dafür
von netten Veterinären, die Termine passend machen und sich Zeit nehmen,
Kollegen, die nicht wanderten, sparen das alles, mit BSV bekommt man hier kein Zeugnis. Wenn man selbst Proben zieht, kann man die wohl im Rahmen des Faulbrutmonitoring kostenlos untersuchen lassen.

Aufwendig und kostenintensiv, aber es gibt genug Schwarzimker und Faulbrutherde in Berlin.
Zuletzt geändert von HaroldBerlin am 5. April 2017, 21:53, insgesamt 2-mal geändert.
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
Benutzeravatar
HaroldBerlin
 
Beiträge: 658
Bilder: 17
Registriert: 23. April 2013, 19:32
Wohnort: Berliner Osten

Nächste

Zurück zu März

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron