Umweiselungszellen erkennen

Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon BieneMartin » 23. Juni 2012, 19:49

Hallo zusammen,

bei einem Ableger, den ich am 5.5. erstellt habe, hab ich heute nach meinem Urlaub nachgeschaut. Kö ist da und Hinterleib ist nicht sehr lang, Brutnest auf 3 Waben auch da aber nicht allzu groß, nicht über die ganze Wabe.
Es sind aber 2 Weiselzellen angelegt worden, welche auch bestiftet wurden. Eine am oberen Brutnestrand mittig und eine auf der Futterwabe in der Mitte.

Jetzt meine Fragen: Soll ich diese Weiselzellen stehenlassen?? Können es Umweiselungszellen sein??

Ich danke euch schonmal für Antworten.

Mit freundlichem Gruß,

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Re: Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon Immenfreund » 23. Juni 2012, 20:28

BieneMartin hat geschrieben:Können es Umweiselungszellen sein?
sind es.
Das hatte ich auch bei 2 Ablegern. Da ich mit der Eilage der Jungkönigin zufrieden war, habe ich die WZ gebrochen.
Die Jungkönigin muss ja erst einmal in Schwung kommen, außerdem sind die Königinpheromone noch nicht so ausgeprägt, das kann vom Volk schon einmal als minderwerige Königin interpretiert werden.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon BieneMartin » 23. Juni 2012, 21:35

Das heisst die Größe der Kö nimmt noch zu "und" sie muss jetzt noch keine ganzen Waben bestiften und auch noch nicht alle vorhandenen Waben in der Zarge?
Dann könnte ich sie ausbrechen.

Das Problem mit diesem Volk ist, dass die Kö vom Begattungsflug zurückkam und unter der Beute am Gitter bestimmt einige Tage saß. Dann habe ich es gemerkt und sie wieder ins Volk zurückgetan und ein paar Tage später gezeichnet. Nach dem Zeichnen war sie ziemlich fertig. Hat sich nur sehr langsam bewegt. Ich dachte ich habe sie wohl etwas zu sehr im Zeichenkäfig gedrückt. Also war schon von Anfang an der Wurm drin. Das würde doch für einen Tausch der Kö sprechen.

Gruß,

Martin
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Re: Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon Immenfreund » 24. Juni 2012, 06:56

BieneMartin hat geschrieben:Nach dem Zeichnen war sie ziemlich fertig. Hat sich nur sehr langsam bewegt. Ich dachte ich habe sie wohl etwas zu sehr im Zeichenkäfig gedrückt.

das hatte ich auch schon mal, die ist bei mir quasi in der Wabegasse durchgefallen, hat sich aber wieder aufgerappelt und legt nun schöne Brutberetter an.

BieneMartin hat geschrieben:Also war schon von Anfang an der Wurm drin. Das würde doch für einen Tausch der Kö sprechen.
mit den neuen Daten würde ich das auch so sehen, aber bis die neue wieder in Eilage geht, dauert es dann ja noch; lass doch das Volk entscheiden, oder warte ab, was andere Kollegen dazu äußern.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon BieneMartin » 24. Juni 2012, 08:38

Wenn ich die jetzt stehenlasse, wird die alte Kö ja so lange weiterlegen bis die neue in EIlage ist und dann wird sie gehen müssen, stimmts?

Sollte ich von den beiden Weiselzellen dann eine ausbrechen, wenn sie verdeckelt sind?

Danke.

Gruß,

BieneMartin
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Re: Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon Immenfreund » 24. Juni 2012, 18:50

BieneMartin hat geschrieben:Wenn ich die jetzt stehenlasse, wird die alte Kö ja so lange weiterlegen bis die neue in EIlage ist und dann wird sie gehen müssen, stimmts?

Ja, es handelt sich bei dir ja um eine Stille Umweiselung, auch wenn diese von dir bemerkt wurde. Die Alte wird solange im Volk bleiben, bis die Jungweisel in Eilage geht und dann entscheidet das Volk welche behalten wird. Es kann also durchaus sein, dass dieses dann von der Alten überzeugt ist und die Junge den Löffel angeben muss.

BieneMartin hat geschrieben:Sollte ich von den beiden Weiselzellen dann eine ausbrechen, wenn sie verdeckelt sind?

Das Volk macht aus dem Grund mehrere Nachschaffungszellen, weil es sicher gehen will. Die "Reseve" brechen solltest du nur, wenn du
a) sicher bist, dass daraus die schlechtere Königin wird (wird sie dann, wenn die verwendete Larve bereits Pollen statt Gelée Royale zu futtern bekam) und
b) sicher bist, dass die stehen gelassene sich gut entwickelt (du könntest ja diese z.B. bei einer Druchsicht durch einen starken Stoß vom Futtersaft trennen)
da du dir über beides kein Urteil bilden kannst, lass der Natur ihren Lauf.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Umweiselungszellen erkennen

Beitragvon BieneMartin » 24. Juni 2012, 21:02

Vielen Dank Helmut, ich lasse das Volk jetzt einfach mal 4-5 Wochen in Ruhe.

Gruß,

Martin
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