Dadant selber bauen

und weniger einfache Beuten

Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 3. Juli 2015, 21:25

Guten Tag,
könnte mir einer von euch weiter helfen. Da ich handwerklich sehr interessiert bin und die Lieferzeit für die Beuten zur Zeit 4 Wochen beträgt was mir zu lang ist (siehe anderer Beitrag), habe ich mir überlegt diese selber zu bauen. Leider gibt es nirgends Baupläne. Könntet Ihr mir weiter helfen?

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 4. Juli 2015, 06:40

bei www.magazinimker.de findest Du Baupläne für 10er Dadant. (entspr. den Langstrothkästen). Wenn Du diese quadratisch baust (also innen 465x465), hast Du automatisch eine 12er-Dadant. Es sind eigentlich nur 4 Bretter, die ein wenig bearbeitet sind.
Wenn Du Absperrgitter im Rahmen kaufen möchtest, musst Du den Beespace aber oben weglassen bzw. nach unten setzen. Wenn Du Absperrgitter einlegen möchtest, lässt Du den Beespace oben...

Ich selbst verwende 9er-Dadant in Hohenheimer Bauweise (mit Griffleisten).
Ich weiß jetzt nicht, wie schwer es für einen "Anfänger" ist, diese Hohenheimer Bauweise auf Dadant umzusetzen. Aufgrund der besseren Tragbarkeit und den Antirutschleisten ist es allerdings zu empfehlen.
Wenn Du Zeit hast, lies mal den Thread "Dadantbeute- und -betriebsweise" durch!

Meine persönliche Meinung ist, dass die 12er Kisten zwar viel Möglichkeit bieten, letztendlich aber für meinen Geschmack etwas sperrig sind.
Die Antirutschleisten sind für den Transport auch nur von Zargen schon recht sinnvoll.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon HaroldBerlin » 4. Juli 2015, 07:35

fleißig hat geschrieben:Da ich handwerklich sehr interessiert bin und die Lieferzeit für die Beuten zur Zeit 4 Wochen beträgt was mir zu lang ist (siehe anderer Beitrag), habe ich mir überlegt diese selber zu bauen. Leider gibt es nirgends Baupläne. Könntet Ihr mir weiter helfen?


Hmmm, das ist nicht richtig - es gibt sogar viele, sehr viel Pläne im Netz. Die erste relevante Frage wäre aber, was für ein Maß es werden soll!
Ein wenig Vorüberlegungen sollten vor dem Start in die Imkerei schon sein...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Simon » 4. Juli 2015, 08:03

http://www.dadant-bauplan.de/
Leider keine open-source um mögliche Fehler im Plan zu erkennen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 4. Juli 2015, 08:07

waldimker hat geschrieben:....

Ich selbst verwende 9er-Dadant in Hohenheimer Bauweise (mit Griffleisten).
Ich weiß jetzt nicht, wie schwer es für einen "Anfänger" ist, diese Hohenheimer Bauweise auf Dadant umzusetzen. Aufgrund der besseren Tragbarkeit und den Antirutschleisten ist es allerdings zu empfehlen.
Wenn Du Zeit hast, lies mal den Thread "Dadantbeute- und -betriebsweise" durch!

Meine persönliche Meinung ist, dass die 12er Kisten zwar viel Möglichkeit bieten, letztendlich aber für meinen Geschmack etwas sperrig sind.
Die Antirutschleisten sind für den Transport auch nur von Zargen schon recht sinnvoll.


Hallo,
dem kann ich beipflichten. Hab selbst neuner Eigenbau-Dadant. Zwar keine Hohenheimer, aber nichts ist einfacher wie Dadant-US. Da je zwei Honigräume der Höhe des Brutraumes entsprechen kann man sich teures Leimholz sparen, und die Verarbeitung ist deutlich billiger und einfacher wie die der Hohenheimer.
Eine einfache Kreissäge, ein Ackuschrauber, ... mehr braucht es nicht.

Also mach keine Wissenschaft draus. Ein offener Boden . Flachzargen 15cm hoch. Holzdeckel mit 3cm Styropur , ... das wars. Die äußeren Querleisten stehen unten 2 cm über und rasten in die überstehenden Seitenwände ein , und garantieren so das die Zargen nie verrutschen können. Sie dienen gleichzeitig als Griffleisten.
Der Brutraum entsteht aus zwei Flachzargen. ( 30 cm hoch. In die Nut der unteren Zarge wird einfach eine Leiste eingelegt.) Die Zargen werden mit je einer Schraube durch die Griffleiste verbunden. Den Rest verkitten die Bienen selbst.
Die Nut für die Rähmchenauflage wird eingesägt. ( 1,1 x 1,1 cm )
Zur Herstellung werden ausschließlich 16 cm Schalbretter ( Fichte /Tanne ), ungehobelt , verwendet. Leichte Schwankungen in der Brettstärke ,( ca 1mm produktionsbedingt ) sind bei der Herstellung unwichtig, da ja das Innenmaß das entscheidende ist !
Alle Zargen sind 15cm hoch ( Dadant US-Honigraum ). Die Futterzarge ist ca 7 cm hoch, ( ein halbiertes Schalbrett, abgedichtet mit Bienenwachs ), und fasst somit ca 7 Liter Futterlösung. Sie dient mir umgedreht aufgelegt gleichzeitig als Verdunstungsraum zur AS-Behandlung.
Also viel Spaß beim Bauen.

gruß Finvara

Ps.: Meine Kisten sind Innen 35 cm breit, somit habe ich bei neun Waben noch genug Raum zum schieben. Hinter die Letzte Wabe hänge ich ein Schied .
Wenn du mehr Waben willst , ... kein Problem, ... einfach auf das notwendige Innenmaß verbreitern.
Dateianhänge
DSCN5847.JPG
selbst ohne Gurt unverrutschbar.
DSCN5847.JPG (57.32 KiB) 18968-mal betrachtet
DSCN5842.JPG
Seitenleisten und Querleisten ca 3,5 cm hoch. Untere Auflageleisten ca 7cm.
DSCN5842.JPG (102.51 KiB) 18968-mal betrachtet
DSCN5467.JPG
Komplettbeute
DSCN5467.JPG (150.63 KiB) 18968-mal betrachtet
Zuletzt geändert von Finvara am 4. Juli 2015, 08:42, insgesamt 2-mal geändert.
... man kann ohne Bienen leben , ... aber es lohnt sich nicht.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Simon » 4. Juli 2015, 08:16

Interessante Kombi der Griffleisten! Damit es nicht klemmt zwischen der unteren Zarge und Griffleiste muss recht viel Toleranz eingerechnet werden? Bei Dadant pappten mir die Honigraumrähmchen regelmäßig zwischen Unter- und Oberträger zusammen, wie kommt man bei der Variante an die Rähmchenohren um sie abzulösen falls das mal vorkommt?
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 4. Juli 2015, 08:29

Hallo,
genau, diese Toleranz wird gleich eingeplant . Siehe Foto : ( seitlich wird die Leiste ebenfalls ca 2-3 mm kürzer gearbeitet, und dann mittig verschraubt.
( leider gehen immer nur drei Bilder.)
Man kann im Notfall problemlos mit dem Stockmeißel auch unter die überstehende Griffleiste fahren um anpappende Rähmchen zu lösen.
Wenn man die Wachsbrücken konsequent gleich im Frühjahr entfernt kommt so etwas eigendlich sehr selten vor. Nach ca zwei-dreimaligem sauberen abputzen der Ober.- und Unterträger wird fast nichts mehr zusammengebaut. ( Es ist dann wirklich eine Freude damit zu arbeiten.) Sie lassen es dann einfach, warum weiß ich auch nicht.( Natürlich vorrausgesetzt der Beespace stimmt.)
gruß Finvara

ps.: Ich habe diese Beutenart jetzt seit zwei jahren , ( neben meinen zwölfer Dadant-US , in Betrieb und bin sehr zufrieden. Der Gewichtsunterschied zu den Zwölfer ist schon enorm. Das händeln der schmaleren Honigzargen gestaltet sich deutlich leichter. Ein einengen im Frühjahr ist nicht notwendig. ( Ich gönne den Bienen die paar Kilo Honig.) Die Herstellung der Beuten ist deutlich billiger wie mit teurem Leimholz. ( Der qm Schalung kostet ca 6-7 Euro , da lohnt nicht mal die Farbe.) Die Betriebsweise denkbar einfach. Als Absperrgitter verwende ich Plastegitter (Rundstab ) die ich mir auf das gewünschte Maß zuschneide. Ein Betrieb ohne ASG hat sich bei mir nicht bewährt !!! Ich hab`s probiert.
... alles in allem , ich bin damit zufrieden.
Dateianhänge
DSCN5859.JPG
Die Rutschleiste wird einfach halbhoch ca 2mm ausgesägt.
DSCN5859.JPG (50.06 KiB) 18948-mal betrachtet
DSCN5856.JPG
Ein halbiertes Schalbrett ergiebt die Auflageleisten.
Ein Schalbrett in vier Leisten zerteilt ergiebt die oberen Seitenteile.
DSCN5856.JPG (112.32 KiB) 18948-mal betrachtet
DSCN5850.JPG
DSCN5850.JPG (74.74 KiB) 18948-mal betrachtet
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon beeo » 4. Juli 2015, 08:56

Das heißt du hast einen Brutraum der aufgrund der zwei Zargen mit einer Nut unterbrochen ist. Im Hinblick auf den Beutenkäfer sehe ich das als vermeidenswert an.

Gruß, beeo
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 4. Juli 2015, 08:59

gelöscht, da doppelt
Zuletzt geändert von Finvara am 4. Juli 2015, 09:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 4. Juli 2015, 09:01

beeo hat geschrieben:Das heißt du hast einen Brutraum der aufgrund der zwei Zargen mit einer Nut unterbrochen ist. Im Hinblick auf den Beutenkäfer sehe ich das als vermeidenswert an.

Gruß, beeo


Hallo, bitte oben lesen !!!!!
... Diese NUT wird durch eine passende Leiste bündig aufgefüllt. Bei ordentlicher verarbeitung giebt es da keine Spalten , ...etc.
Und wer das nicht kann sollte eben kaufen.
gruß Finvara
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 4. Juli 2015, 11:41

6 bis 7 Euro pro qm für Schalbretter!??!
Dafür kaufe ich 27 mm feinste Weymouthkiefer frei Hof!
Allerdings unbesäumt, die Arbeit mach ich mir aber gern, die Kanten wandern in den Ofen. Die Ausnutzung perfekt.

Wanderst Du diese Kästen?

Die Honigraumzargen sind tatsächlich rückenschonender als jedes andere Maß das ich je getragen habe.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 4. Juli 2015, 13:05

[quote="waldimker"]6 bis 7 Euro pro qm für Schalbretter!??!
Dafür kaufe ich 27 mm feinste Weymouthkiefer frei Hof!

Wanderst Du diese Kästen?

... Ja. Genau dafür sind sie so gebaut !
... schön wenn man an der "Quelle" wohnt. Weymuthkiefer ist hier leider deutlich teurer.
gruß Finvara
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 4. Juli 2015, 15:27

bei uns wächst das auch nicht.
Ich glaub, ich hab einfach gute Beziehungen für Holz...

Du hast 4 auf einer Europalette?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon beeo » 4. Juli 2015, 17:11

Finvara hat geschrieben:
beeo hat geschrieben:Das heißt du hast einen Brutraum der aufgrund der zwei Zargen mit einer Nut unterbrochen ist. Im Hinblick auf den Beutenkäfer sehe ich das als vermeidenswert an.

Gruß, beeo


Hallo, bitte oben lesen !!!!!
... Diese NUT wird durch eine passende Leiste bündig aufgefüllt. Bei ordentlicher verarbeitung giebt es da keine Spalten , ...etc.
Und wer das nicht kann sollte eben kaufen.
gruß Finvara


Mit was für Material arbeitest du? Das wird zwangsläufig so arbeiten dass sich garantiert komfortable Spalten für den Käfer bieten, die die Bienen nicht erreichen. Denn das was du in der Werkstatt machst hast du hinter nicht mehr...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 4. Juli 2015, 21:09

@finvara:

die Idee find ich gut. Relativ einfache Bauweise. Hast du gefälzt? Sieht so zerrissen aus an der Fügestelle der Bretter. Fräser? (Fichte....)
Die Tragleisten stell ich mir vor, könnte Schwachstellen werden "im alter".
Wie lange betreibst du diese Beuten schon? Die abgebildete sieht recht neu aus.
Wandstärke 23/24?
Nur geschraubt, denk ich mal, nicht geleimt?

Mit was hast Du den Außendeckel beschlagen?

Die "Kufen" sind austauschbar?

Gemüllwindel legst Du einfach unter die Beute?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 5. Juli 2015, 14:28

[quote="waldimker"]@finvara:

die Idee find ich gut. Relativ einfache Bauweise. Hast du gefälzt? Sieht so zerrissen aus an der Fügestelle der Bretter. Fräser? (Fichte....)
- Ausschließlich mit einer einfachen Tischkreissäge von Einhell hergestellt. ( War nicht mehr das beste Sägeblatt.)

Die Tragleisten stell ich mir vor, könnte Schwachstellen werden "im alter".
- Das ist möglich. Aber man kann sie problemlos tauschen. ( Aber was sollte man reparieren bei einem Herstellungspreis von unter 5 Euro / Zarge.)

Wie lange betreibst du diese Beuten schon? Die abgebildete sieht recht neu aus.
- Seit zwei Jahren. Sollte ursprünglich nur ein Versuch sein, aber sie haben sich so gut bewährt das ich so nach und nach umstelle.

Wandstärke 23/24?
- richtig

Nur geschraubt, denk ich mal, nicht geleimt?
- richtig. Alles stumpf gestoßen, je drei Schrauben ( 70mm lang) pro Verbindung.

Mit was hast Du den Außendeckel beschlagen?
- Gar nicht. Ich hab zufällig ca 100 m² Plastebeschichtete Hartfaser rumliegen. Aber da ist sicher vieles möglich.

Die "Kufen" sind austauschbar?
- Ja

Gemüllwindel legst Du einfach unter die Beute?
- Ja

Gruß Finvara
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 5. Juli 2015, 14:37

gut. find ich gut.

war ursprünglich auch auf einem ähnlichen weg. sagte mir dann: der viele aufwand - die kästen müssen lange halten. nun suche ich gerade "mittig" das ideal. "so gut wie nötig, nicht so gut wie möglich" ist ein spruch meines berufsstandes.
und auch eine Sache meines berufsstandes: die dinger müssen (noch) leichter werden!

Allzeit volle Honigräume!

gruß vom waldimker
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 6. Juli 2015, 11:27

Vielen Dank für die verschiedenen Tipps hat mir wirklich sehr geholfen!

Gerade die Bauweise von Finvara finde ich sehr einfach zu bauen und ich denke dass diese Beuten sicher auch sehr praktisch sein werden. Ich werde die Beuten auf jeden Fall nachbauen, aber ich denke, dass ich die ersten paar kaufen werde, da ich mich beim selber bauen dann an diesen orientieren kann. Außerdem weiß ich dann, dass der beespace etc. überall eingehalten wurde und die Bienen sich dann darin "wohlfülen".
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Janos » 6. Juli 2015, 14:01

Simon hat geschrieben:http://www.dadant-bauplan.de/
Leider keine open-source um mögliche Fehler im Plan zu erkennen.


wir haben da mal einen runtergeladen, leider ist der überhaupt nicht kompatibel zu anderen Herstellern, was nicht geht finde ich, da kannste nicht wo anders mal was nachkaufen und er hat ein größeres Außenmaß trotz dünneren Brettern im Plan - irgendwas ist da komisch
http://dadant-imkern.blogspot.de/
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon beeo » 6. Juli 2015, 18:09

Tja, wir müssen der Tatsache ins Auge blicken dass wir einen kräftigen Beuten/Zargensalat haben...
Nichtmal wenn man ein und dasselbe Rähmchen hat wie der Nachbarimker ist gewährleistet dass auch die Zargen/Boden passen...

Man ist gut damit beraten sich nicht per Zufall auf etwas festzulegen.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 8. Juli 2015, 08:20

@fleißig

beeo hat recht mit dem beuten- und zargensalat incl. rähmchensalat. (den hab ich bei mir selbst schon)

Wenn du jetzt Beuten kaufst, werden die nie und nimmer zu finvaras beuten passen. Du wirst entweder die gekauften nachbauen oder eben mehrere Systeme haben. Was ich bisher an gekauften dadantbeuten gesehen habe, überzeugte mich (qualitativ) nicht. Sie sind aber (imkerlich) ohne Einschränkung benutzbar! Und man könnte besseres Holz nehmen und besser fügen etc.
Eine 9-rahmige Beute unterscheidet sich beträchtlich von einer 12-rahmigen. Allerdings wirst Du als Anfänger keine Grundlage für eine vernünftige Entscheidung haben, wie es jedem geht oder ging. Nach fünf Jahren intensiven Suchens und Ausprobierens scheint sich bei mir erst jetzt eine Konsolidierung einzufinden.
Manche sind einfach mit dem zufrieden, womit sie imkern. Das ist auch ganz in Ordnung.

Wünsche gute Entscheidungen!

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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon HaroldBerlin » 8. Juli 2015, 14:08

fleißig hat geschrieben:Ich werde die Beuten auf jeden Fall nachbauen, aber ich denke, dass ich die ersten paar kaufen werde, da ich mich beim selber bauen dann an diesen orientieren kann. Außerdem weiß ich dann, dass der beespace etc. überall eingehalten wurde und die Bienen sich dann darin "wohlfülen".


Das ist sicher eine gute Vorgehensweise - viel Spaß und Erfolg dabei!

Ich baue auch viel selbst und es kostet einfach viel Zeit und Aufwand, den man am Anfang besser seinen Biene widmen kann :) Denn eigentlich wollen wir ja Imker sein, nicht Schreiner.
Mir macht das Bauen halt auch viel Spaß und das Equipment habe ich nach drei Jahren nun auch zusammen. Daher würde ich es auch immer mal selbt probieren...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 29. Juli 2015, 07:14

@ Finvara

Ps.: Meine Kisten sind Innen 35 cm breit

Und wie tief sind die Kisten innen? 49cm?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 29. Juli 2015, 09:13

hi fleißig,

sorry wenn ich mich da einmisch: Die Breite ist bestimmt durch die Anzahl Rähmchen. Die "Tiefe" oder "Länge" oder Höhe durch das Rähmchenmaß. Diese Maße sind bei allen Dadant-Kästen gleich, müssen sie sein.
Schau bei www.magazinimker.de nach der Bauanleitung für Langstroth-Zargen, da ist Dadant mit dabei. Die könntest Du übernehmen (eben die Maße "längs"). Die Honigräume passt Du eben auf die von Dir gewählten HR-Rähmchen an. Du kannst dazu natürlich LS2/3 (s. Bauplan) nehmen oder DD1/2 - dann machst Du die Außenhöhe der HR-Zarge 150, die Rähmchen sind 141 hoch.

Diese Innenmaße musst Du so übernehmen, sonst stimmt der Beespace nicht.
Allenfalls den Beespace (9 mm bei dieser Variante) nach oben oder unten zu nehmen, ist noch eine Frage.
Längs sind die Maße 465 und 485 nicht zu verändern! (die Breite 375 innen ist dann bei 9 Rähmchen eben nur noch 350!)
In der Höhe ca. 300, je nachdem wo du den oberen/unteren Beespace haben möchtest.
Dieser ist in besagter Bauanleitung aufgeteilt in oben und unten. Das muss nicht sein. es können 9 mm über oder unten den Rähmchen sein, je nach verwendetem Absperrgitter (einlegen oder im Rahmen)

Wenn Du die Beuten wirklich auf Europaletten unterbringen willst, sollte das Außenmaß allerdings nicht mehr als 390 in der Breite sein. Entsprechend wählst Du die Wanddicke. Du kannst dazu auch beim Innnemaß z.B. auf 346 mm runtergehen und 22 mm Wandstärke verwenden. Ich hab das auch so angefangen und es passt problemlos.

Schau Dir den Thread "Dadantbeute und -betriebsweise" mal durch, da ist die mögliche Bauanleitung drin.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 29. Juli 2015, 11:24

Vielen Dank für deine Antwort waldimker.
Das heißt bei 12er Dadant sind meine Innenmaße 465x465?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Dadantimker » 29. Juli 2015, 15:04

Hallo,
die Höhe: ca. 30 cm
Gruß Harri
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 29. Juli 2015, 18:01

@fleißig: ja
Die Höhe kann man mahcen wie man will.
Nötig sind bei 12er: mindestens 285 mm. Dann ist die Rähmchenoberkante bündig mit der Zarge, die Rähmchenunterseite mit der Zargenunterkante. Dazu musst Du aber Absperrgitter im Rahmen verwenden! Und dann bei den Honigräumen den Beespace UNTEN anordnen. Also unten 9 mm luft, dann die Rähmchen, die oben wieder bündig mit der Zarge abschließen. Schließlich braucht der Deckel INNEN (also nach unten) 9 mm Beespace.
Diese minimale Höhe des brutraumes gilt aber nur, wenn Du keinen Falz am Boden hast, wie das wohl bei den meisten käuflichen so ist. Der braucht ein bisschen extra Höhe.
Evtl. wäre es auch günstig, auch wenn Du stumpf aufstellst (was eben rutschen kann), unten noch einen Beespace an den Brutraum zu machen. dann kannst du auch mal zwei Bruträume aufeinander setzen (kommt selten vor). Dann wäre er 294 mm hoch. (Das wäre meine Empfehlung in diesem Fall, mit der Falz hab ich keine Erfahrung, nur mal gesehen)
Wenn Du 12er DD bauen möchtest - und das ist ja völlig o.k., für meinen Geschmack alles ein wenig zu heavy, aber es lässt sich prima drin imkern - dann kaufst Du dir vielleicht eine gute Beute und baust das dann "einfach" nach. Die Verbindungen und andere Details kannst Du natürlich Deinem Gschmack und Fertigungsmöglichkeiten anpassen.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 5. Oktober 2015, 12:43

Ich habe mittlerweile meine erste Dadantbeute aus Fichte selber gebaut.
Da ich noch 2-3 weitere brauche, habe ich mir überlegt diesmal Weymouthskiefer zu nehmen und habe mir ein Angebot machen lassen.
Die Bretter würden 10,50 Euro/qm kosten + MwSt.
Findet ihr das ein faires Angebot?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 5. Oktober 2015, 13:05

ich zahle unbesäumt ca. 6,50 Euro - sozusagen direkt vom Hersteller :bigrin:
das ist aber sicherlich fast unverschämt günstig.

in welchem bearbeitungszustand sollst Du sie bekommen? besäumt, auf breite gesägt, auf dicke gehobelt, abgelängt?

ich mein, bei 2-3 Zargen: spielt es da groß eine Rolle? Ich kauf das Zeug halt Kubikmeterweise, da kriegt man andere Preise.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 5. Oktober 2015, 14:03

Hallo ich bekomme die Bretter unbesäumt und auf 15/30 cm breite gesägt und die Stärke müsste auch schon passen.
Müsste die Bretter also nur noch ablängen und zusammenschrauben ggf. noch einmal kurz mit dem Hobel drüber.
fleißig
 
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