Dadant selber bauen

und weniger einfache Beuten

Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 29. Oktober 2015, 19:22

Hallo Waldimker,
nein ich werde mit den Beuten nicht wandern, deshalb spielt das Gewicht außer bei den Honigräumen eigentlich keine große Rolle.
Ich habe mir selber einen Bauplan erstellt anhand der verschiedenen Daten die ich habe. Ich war schon bei einem Imker der ebenfalls auf Dadant imkert und die Maße haben gepasst.
Da ich jetzt eine größere Wandstärke habe, habe ich die Längen der 2 seitlichen Bretter entsprechend angepasst.
Sollte ich feststellen, dass die Stärke mir immer noch zu groß ist, kann ich die Bretter immer noch abhobeln bzw. absägen. Im Sommer werde ich wissen wie gut ich damit zurecht komme.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 29. Oktober 2015, 19:25

Hohe Wandstärke kann ich nur befürworten.
Wie fügst Du die Bretter?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 29. Oktober 2015, 19:41

Ich stoße die Bretter stumpf aneinander. Eine Verzahnung wäre zwar schöner, leider besitze ich aber keine Fräse.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 29. Oktober 2015, 21:08

Ja, jetzt haste die Bretter schon abgesägt... jammerschade.

Verzahnen ist keine so gute Idee, wirklich. Wenn die Ecken nass werden, quillt das ganz nett und verreißt dann die Bretter.
Stumpf aufeinander ist die schlechteste, auch wenn das vielfach so gemacht wird. Bei den vier Brettern bei Dadant...bei Hohenheimer Bauweise geht das ja noch, aber... lass die Kästen ja stehen, wenn sie voll sind...

Du könntest sie einnuten. das geht auch mit einer Kreissäge ganz gut.
Oder Du könntest an der Stirnwand eine Falz machen. Und zwar genauso wie Du sie für die rähmchenauflage gemacht hast. Genauso tief (10 mm), aber so breit wie das Seitenbrett dick ist. Das Seitenbrett muss dann 485 mm lang sein und wird da "eingesetzt", wasserfest verleimt und von der Stirn her verschraubt (vorbohren). Das hält gut. Weltweit werden die Langstrothkästen vermutlich so gebaut.
Aber irgendwo fehlen dir jetzt die cm... denn die Stirn muss ja dann so lang sein wie der Kasten außen...

www.magazinimker.de gibt`s nen Bauplan für solche Beuten (Langstroth und Dadant).
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon YellowSnapper » 29. Oktober 2015, 21:10

fügen und verbinden sind zwei paar Schuhe.

Und Fingerzinken muss man nicht unbedingt mit der Fräse machen. Säge, Stemmeisen, Klöpfel tuts auch.
Zur not geht es auch auf der Kreisäge.
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Bienenstand N.2 im Gewerbegebiet 432m ü.n.N.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 29. Oktober 2015, 21:15

ja, das haste nett gesagt...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon beeo » 29. Oktober 2015, 21:52

YellowSnapper hat geschrieben:Säge, Stemmeisen, Klöpfel tuts auch.


Jau, der Imker der diese Zeit hat ist zu beneiden. Der kann seine Kästen danach noch furnieren ;-)
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 29. Oktober 2015, 22:23

hübsche Bauernmalerei drauf tut`s doch auch.
Ich mal nur ne Nummer mit dem Edding drauf...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon beeo » 29. Oktober 2015, 23:24

pfft, wie einfallslos ;-)
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 30. Oktober 2015, 07:38

ich habs mal mit einem dicken Lötkolben gemacht, das Zahleneinbrennen. Aber als dann die Pläne für die beabsichtigte Völkerzahl sich änderten hab ich das gelassen...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Karlheinz » 30. Oktober 2015, 18:29

Da habe ich mir auch schon öfters Gedanken gemacht. Aber weder an den Zargen, noch an den Böden ist eine feste Beschriftung sinnvoll, wegen der Austauschbarkeit. Es gibt für Schlüssel Metallanhänger mit Nummern. Die mach ich an den Beutenböden mit einem Nagel fest. Können leicht entfernt werden...
Gruß
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 30. Oktober 2015, 18:58

Ja, weißt Du, meine Bruträume sind Bruträume. Werden nicht getauscht sondern bleiben in der Regel stehen. Mit Zander hatte ich mir auch Knoten ins Hirn gemacht und die Nummern am Boden sind dann sicher das Sinnvollste. Es gibt übrigens tatsächlihc Beutennummern im Fachhandel! (hatte ich damals nur nicht gefunden)
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 30. Oktober 2015, 19:31

waldimker hat geschrieben:Du könntest sie einnuten. das geht auch mit einer Kreissäge ganz gut.


Ich habe mir überlegt, ob ich die Seitenteile noch mit Flachdübel verbinden soll.
Was meinst du?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 30. Oktober 2015, 20:42

Neben der mangelnden Stabilität (die ja dann in z.B. 20 Jahren so richtig zum Vorschein kommen kann) wenn man vier Bretter grad so stumpf zusammenschraubt - das ist ja einleuchtend und bei der Hohenheimer Bauweise wird das durch die Leistchen gemindert und Du hast Glück dass Du eine hohe Wandstärke hast, so kommt auch ein wenig Stabilität dazu,
ist das nächste Hauptproblem meines Erachtens das, dass die Beuten irgendwann "Eselsohren" kriegen. Da man nicht bis zum Rande hin schrauben kann wird sich i.d.R. irgendwann dieses Eck vom angrenzenden Brett lösen. Und es gibt einen Spalt. Mal größer, mal kleiner. Die Bienen können da wohl schon mit Leben, aber ich hab auch Völker in schlecht gebauten Zanderkästen, die diese Spalte NICHT zugemacht haben. Da krabbeln dann alelrhand Tiere ein und aus, es gibt ein bisschen Zugluft und und und (ich hatte sogar mal ein zusätzliches Flugloch...). Wie schlimm das ist, kann ich nicht sagen. Aber praktischer ist es, man hat die Öffnungen, die man vorsieht. Und gut. (vor allem beim wandern...)
Das Fälzen oder Einnuten hat den großen Vorteil, dass solche Eselsohren dann nicht in einer unfreiwilligen Öffnung der Beute münden, sondern dass noch Material in Nut oder Falz vorhanden ist, die den Effekt mindert. (Ganz wird das mit keiner Bauweise verhindert)
Wenn Du nun Flachdübel einsetzt, insbesondere "weit" oben und unten (drei 20er(waren das die größten?) (oder 4?) müssten da ja reichen. Oder gar eine durchgehende Feder, dann machst Du meines Erachtens noch das Beste draus, ja.
Nimm einen wasserfesten Leim (ich nehme einkomponentigen. Es gibt auch zweikomponentigen, der ist dann wohl zweifelsfrei. aber ob der nötig ist? ich nehm ihn nicht.). Und GUT schrauben (und vorbohren). So 5x70 oder vielleicht sogar 5x80 bei der Wandstärke. Dann hält Dir die Kiste auch sehr lange (was sie ohnehin tun wird, aber ich baue gern für den Rest meines Lebens und nehme meinen 2jährigen gern noch mit in die Erwägungen rein. Bruträume wird er aber wohl bauen müssen, die kriegt er erst in 30 oder 40 Jahren, Honigräume kann er erben.). Es kann ja keiner sagen, wie viel länger sie dann hält. Sind es 10 Jahre, sind es fünf? Aber: Immerhin...!
Und dann: für Dachüberstand sorgen.
Und dann kannste sorgenfrei imkern.
Viel Spaß beim Bauen und Vor-Freuen!
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Lukas » 31. Oktober 2015, 08:45

waldimker hat geschrieben:Oder gar eine durchgehende Feder, dann machst Du meines Erachtens noch das Beste draus, ja


Absolut richtig. Wenn man sich mehrere Kästen baut und entsprechende Maschinen zur Verfügung hat, ist das kaum ein nennenswerter Aufwand. Sehr kleine Winkelfehler beim Schnitt erzeugen beim stumpfen zusammenschrauben übrigens Spannungen, die die Zarge nicht mehr ganz plan aufliegen lassen oder leicht in Form eines Parallelogramms verziehen. Mit einer exakten Feder verringert man den Effekt ganz wesentlich.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 31. Oktober 2015, 09:28

na, ich hab trotzdem Kästen, die sich verziehen...im Einsatz sind die aber dann trotzdem problemlos.
Der genauen Ursache müsste ich mal nachgehen.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon beeo » 31. Oktober 2015, 18:11

Das liegt einfach daran dass auch uraltes totes gesägtes gehobeltes Holz Wasser aufnimmt und abgibt und dadurch seine Form verändert.
Gerade bei unseren Kästen, die bestenfalls aus zwei Teilen in der Fläche bestehen, zumeist aber pro Seite nur aus einem massiven Stück bestehen kommt das zum Tragen. Die jeweils aufstehenden Wände können das nicht auffangen. Eine Stabverleimung könnte helfen, aber dann müssen die Verleimungen, die der Witterung ausgesetzt, dieser standhalten können.
Oder zwei dünnere Platten sich gegenseitig sperren lassen, dann sind wir fast wieder beim 3-Schicht Holz, und das mag auch nicht jeder.

Unsere Holzbeuten sind aus Natur, drin ist Natur, dann soll se sich auch natürlich bewegen dürfen :-) Ich will zumindest keine aufgeschäumten Kästen...
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon George1George2 » 5. November 2015, 22:04

Dadantbeute Gierke.pdf
(293.12 KiB) 413-mal heruntergeladen
Ich habe 1995 für einen Anfängerkurs einen Bauplan für eine Dadantbeute gezeichnet. den stelle ich gerne zur Verfügung.
Es ist eine 12er Beute. Ich habe sie immer so benutzt, nie kleiner und ohne Schied.

Gruß
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Bienenwolf » 6. November 2015, 20:34

Hallo george1george2,

ist das der Originale Bauplan der Dadantbeute, ich suche schon eine Zeit lang nach so einer Bauanleitung.
Mit freundlichen Grüßen der Bienenwolf

Ich wünsche Euch immer gesunde Bienenvölker!!!
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 6. November 2015, 20:50

die wohl einfachste findet man auf
www.magazinimker.de
irgendwo unter "langstroth und dadant-beute"

die Bauweise mit Griffleisten hat ihre Vorzüge.
diese Griffleisten sind allerdings sehr schmal.
Ich habe noch zusätzliche Griffmulden anschließend an die Leisten, so dass sich eine Gesamtgrifftiefe von ca. 30 mm bildet. Das Beste, was ich bisher an Zargen so rumtrug.

georg, hast du antirutschleisten? bei deiner Bauweise sind die eher schlecht zu integrieren, obwohl es sich anbieten würde.
sind die HRe nicht elend schwer bei LS 2/3 und 465 mm breit?! Müssten gut 30 kg sein, wenn gefüllt.
welche vorzüge bietet es, die obere Leiste zu fälzen und nicht das Stirnbrett?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Finvara » 8. November 2015, 17:57

Bienenwolf hat geschrieben:Hallo george1george2,

ist das der Originale Bauplan der Dadantbeute, ich suche schon eine Zeit lang nach so einer Bauanleitung.


Hallo,
schau mal hier rein, https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCMQFjAAahUKEwiV34SlpYHJAhXFDCwKHcNqBbo&url=http%3A%2F%2Fwww.buckfastnrw.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2013%2F04%2Fbetrw.pdf&usg=AFQjCNHNRoEJr9Vpg0zdxfO5Y1cfjRvUrA.
Angelehnt an diese Maße sind alle Beuten bei mir entstanden.
12 US-Dadant sind so auch mit gekauften von Bienenweber kompatibel.
gruß Finvara
... man kann ohne Bienen leben , ... aber es lohnt sich nicht.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon Bienenwolf » 8. November 2015, 18:14

Hallo Finvara,

danke für diesen Link
Mit freundlichen Grüßen der Bienenwolf

Ich wünsche Euch immer gesunde Bienenvölker!!!
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon George1George2 » 9. November 2015, 23:31

Dieser Bauplan ist entstanden aus dem Plan von Herrn Ries, der die Maße von Bruder Adam verwendet hat. Ich habe dann die Leisten angebracht, weil sich das besser tragen lies als nur mit den Griffmulden. Ich hab die Leiste genutet, weil das einfacher war als das Stirnbrett zu bearbeiten. Natürlich sind volle Honigräume schwer, aber ich glaube, das verschmerzt sich leichter als leere Zargen. Außerdem muss man die ja nicht unbedingt tragen. Eine Schubkarre oder ein Sackkarren sind sehr hilfreich.
Gruß George1George2
PS.: Ich habe so spät geantwortet, weil mein Internet ausgefallen war. Sorry
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 10. November 2015, 08:09

Du hast die Falz auf der Säge gefertigt? Dann ist das leichter mit einem Leistchen als mit einer ganzen Stirnwand, klar. Ich verwende eine Fräsmaschine (so in Waschmaschinengröße), da tut man sich mit größeren Brettern sogar leichter.
Wie kommst Du mit den 20 mm Wandstärke klar?
Hast Du eine Antirutschsicherung?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon George1George2 » 10. November 2015, 15:20

waldimker hat geschrieben:Du hast die Falz auf der Säge gefertigt? Dann ist das leichter mit einem Leistchen als mit einer ganzen Stirnwand, klar. Ich verwende eine Fräsmaschine (so in Waschmaschinengröße), da tut man sich mit größeren Brettern sogar leichter.
Wie kommst Du mit den 20 mm Wandstärke klar?
Hast Du eine Antirutschsicherung?



Hallo Waldimker,

ich habe keine Rutschsicherung. Ich bin mit diesen Beuten ca. 20 Jahre lang jährlich 4-5 mal gewandert und habe das nie gebraucht. Ich glaube das ist auch so ein Detail, das man nur bei uns glaubt zu brauchen!? 20 mm reicht allemal. Dicker ist vielleicht für die "Moral" gut, statisch bringt's nichts.
Wenn jemand seine Bretter für die Beuten verleimen will, folgende Info von der ZEG-holz und Kunstoff: Geeignet für Verleimungen im Außenbereich ist der PU-Leim 501.0 wasserfest D4. Ponal "wasserfest" ist nicht geeignet für Freiaufstellung. Kann man dort kaufen ab 500g. Einfach mal googeln.

Gruß George1George2
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 10. November 2015, 16:01

Hi George,

tatsächlich hab ich Ponal wasserfest, der ist D3. Zugegeben, die Beuten sind erst ein Jahr lang draußen...
Ich hätte gemeint, der D4-Leim braucht's nur bei direkter Bewitterung. Besser ist der sicherlich. Ich kauf immer 5 kg auf`s mal.
(ich hab Beuten mit ganz normalem Tischlerleim verleimt und stehen seit 3 Jahren draußen ohne dass was passiert ist - würd ich aber nicht mehr machen)

Ich meine festzustellen, dass dickeres Holz als 20 mm weniger schnell reißt...
Hier in der Gegend werden meist 36 mm starke Beuten verwendet. Ich hab ncoh nie gehört, dass eine in all den Jahrzehnten kaputt gegangen wäre...

Die Antirutschsicherungen hab ich eine Zeitlang ebenfalls für sehr unnötig befunden und war ganz froh ohne. Nun bin ich zurückgerudert (bei Dadant - wenn ich mal Zeit und Muse hab, stell ich einen Bauplan ein) und bin nun sehr froh. Denn ich kann gestapelte Zargen und anderes mehr transportieren ohne zu verzurren und ohne zu gurten . Selbst ganze Beuten mitsamt Völkern hab ich so schon transportiert. Bei Staplerverladung iste es zwar auch ohne Antirutschsicherung und ohne Gurt möglich, aber sicherer ist es allemal wenn man auf das Gurten verzichtet.
Freilich geht es auch "so". Geschmacksache.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 10. Januar 2016, 11:22

Nun hab ich meinen Bauplan mal fotografieren können und hab gleich noch ein paar Muster dazu abgelichtet. ich hoffe, es nützt dem einen oder andern.

Diese Bauweise entspricht im Wesentlichen der "Hohenheimer", die Bruder Adam in seinem Betrieb bereits Ende des ersten Weltkrieges einsetzte.... ;) ...soweit jedenfalls das Bildmaterial in "Meine Betriebsweise".
Insofern ist es nötig, die Hohenheimer Baupläne als Grundlage für folgende zu verwenden, zu kennen. Nur die Änderungen sind dargestellt.

Vor- und Nachteile liegen eng beieinander. So liegt das ASG auf den Rähmchen hier auf. Ein Drehen der HRe ist nicht mehr möglich. Die Antirutschleisten - hier 8 mm stark - erlauben einen besseren Transport. Die zusätzlich eingefräste (optionale) Griffmulde erlaubt einen traumhaften Griff über geschätzte 2 Jahrzehnte Imkern, macht aber ca. 5 min Mehrarbeit pro Kasten.

Die abgebildete Zarge ist eine 9-rahmige Lanstroth (LS)
(weil: viewtopic.php?f=6&t=2074).
Eine (in Deutschland übliche) Dadantkiste wäre lediglich 53 mm höher. Der Ablegerkasten hat 6 Rähmchen.
Wer es für nötig erachtet kann naürlich auch 12- oder gar 20-rahmige Dadantbeuten so anfertigen. ;)
Die Rähmchen schließen mit der Oberkante der Stirnwand ab. Hier liegt auch das ASG auf. Evlt. Sonderanfertigung der ASG ist ab 20 Stk. ohne Mehrkosten gg. den Standard-ASG.
Die Rähmchenauflage aus Metall (hier ein wenig dünn, 2 oder 3 mm wären besser) ist optional, s. Ablegerkasten. Eine eingesetzte Hartholzleiste ist in Erprobung, macht aber auch Arbeit. Ist bei Zander natürlich aufgrund der längeren Ohren nicht nötig. Die Metallschiene erlaubt allerdings ein wesentlich leichteres Schieben insbesondere großer Rähmchen.
Beim HR sieht man den eingesetzten Holzrechen.

Der Abstand von Rähmchenoberkante zu Rähmchenunterkante ist beim BR hier 12 mm - wg. des ASGs. Bei den HRe und Ablegerkästen 9 mm. Entsprechend braucht die Brutraumseite (Winter) des Deckels eine Auflage um einen korrekten Beespace herzustellen (hier Hartfaser im Bild, wird aber von den Bienen abgeschrotet. Ich probiere nun Sperrholz).
Wer Wechselzargen nehmen will (9 Rahmen LS entsprechen 10 Rahmen Zander) oder diesen Umstand nicht in Kauf, wählt ca. 9 mm "Beespace" und eine dünnere Antirutschleiste (hier 8 mm), damit das ASG Platz hat.

Eine unvollständige Tabelle zeigt, wie man diesen Bauplan auf verschiedene Rähmchen und Rähmchenzahlen und Wandstärken abändern kann.

Für ordentliche Betrachtungsgröße bitte auf das Foto klicken.

759
760
761
762
763
soweit die Werkstattzeichnungen

764
hoher Boden - eine Bausperre bei einräumiger Betriebsweise mag als Ergänzung sinnvoll sein. Ich probiers aus.

765
Die Rähmchenschiene.

766
Die Einnutung von unten gesehen. Nut etwas tiefer als die Feder.
Aufgenagelt die Antirutschleiste aus Hartholz (hier Esche).

767
Die zusätzliche Griffmulde bringts.
Die Griff- und Regenleisten sind aus Fichte, die Seiten und Stirnwände aus Weymouthkiefer.
Eine von den nicht-ganz-so-gut-Holz-Zargen, die aber auch halten wird. Ein Baum hat halt auch Äste!

768
Sieht doch aus "wie immer"... oder nicht?

769
Deckelinnenseite Winter

770
Deckelinnenseite Sommer (Honigraum)

771
Honigraumzarge mit Hartholzrechen (Esche in diesem Fall)

772
Honigraumzargen in gleicher Bauweise, aber nur 20 mm stark (genügt für HR)

773
Rähmchenauflage nur eingefräst für Ablegerkasten. Weymouthkiefer ist halt weich und es wird sich bälder abschaffen.

774
Eigentlich kinderleicht und echt spaßmachend! Wenn er einen Kasten sieht, macht er: "bsssss-bsssss-bsssss" und er fängt auch lebende Bienen gleichmütig und bisher ohne Zwischenfälle und bringt sie dem Papa. Mit dem Akkuschrauber klappts schon ganz gut.

Der Waldimker
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 11. Januar 2016, 23:05

mmmmh.
da gab`s fragen:

Der Beespace ist OBEN.
Unten sind die Rähmchen bündig mit den Kästen.

Der Beespace beträgt IMMER 9 mm (+- 1 mm etwa) (wenn ein ASG drin ist zw. BR und HRe!)

Die Antirutschleisten sind 8 mm dick. Und "liegen auf" (nicht wirklich) auf den Oberträgern und auf der Stirnwandoberkante.
Die "Beespace"-Höhe ist bedingt durch den Versatz der Griffleiste (und natürlich der höheren Höhe der Seitenbretter)
D.h. die Stirnwand ist genauso hoch wie die Rähmchen.
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon fleißig » 17. Januar 2016, 15:15

@Waldimker
Wie viele Rähmchen hast du im Honigraum und welche Breite haben die Abstandhalter?
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Re: Dadant selber bauen

Beitragvon waldimker » 23. Januar 2016, 16:19

@fleißig:
Hat ein wenig gedauert. Die HRe sind recht kühl gelagert derzeit.... :bigrin:

Im Bild weiter oben sieht man, der Holzrechen ist aus Hartholz, hier Esche. Das Holz dürfte egal sein (Buche, Eiche,...), hauptsache hart und so, dass es zusammenhält, auch wenn man den Rechen raussägt.

Der Rechen ist 10 mm stark, wird in die Stirnwand eingeleimt und genagelt. Die Aussparungen für die Rä sind 10 mm tief und 20 mm breit. Die innere Weite der Beute beträgt bei der 9er (BR!) 350 mm bei 20 mm Wandstärke.
Entsprechend lang oder ein muckeseckele kürzer ist der Rechen.
Der Abstand zur Beutenwand ist wahlweise 11 oder 14 mm, ich tendiere zu 11 mm.
Dann die jeweils 20 mm Aussaprung für das Rä, dann 24 mm Abstand (23 mm bei 14 mm Abstand zur Beutenwand), usf....
Macht 8 Rähmchen (Dickwaben) im HR.

Das wären dann 44 mm Abstand won Dickwabe zu Dickwabe.

Weiß jmd., wie groß der Rähmchenabstand in einer "normalen" 12er Dadant ist?!

ich fertige die so an:
Hartholzbrett (so breit wie möglich) schön plan auf so ca. 27 mm Stärke hobeln (evtl. geht auch 25 noch). Auf 350 (-) ablängen.
Die Aussparungen säge ich mit versenktem Sägeblatt auf der Kreissäge mit Schiebeschlitten und Anschlag für die Länge. So werden die etwas zeitraubend rausgefräst. Evtl. fahre ich nochmal mit einer Feile durch.
Wenn alle Aussparunngen drin sind, wird das Brett auf die 10 mm Stärke aufgetrennt.
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waldimker
 
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